Licht im Spätherbst der Rockgeschichte Peter Frampton meldet sich mit „Carry The Light“ eindrucksvoll zurück!

Es gibt diese seltenen Alben von Künstlern, die längst niemandem mehr etwas beweisen müssen – und gerade deshalb besonders ehrlich wirken. „Carry The Light“, das erste Album mit komplett neuem Rockmaterial von Peter Frampton seit 16 Jahren, gehört genau in diese Kategorie. Statt auf kalkulierte Nostalgie setzt der legendäre Gitarrist auf Wärme, Menschlichkeit und eine erstaunlich intime Form von Altersweisheit.

Schon der Titel deutet an, wohin die Reise geht: Licht weitertragen. Weisheit, Erfahrung, Hoffnung – all das schwingt in diesen Songs mit, ohne jemals kitschig zu werden. Vielmehr klingt „Carry The Light“ wie das Werk eines Musikers, der nach Jahrzehnten im Geschäft verstanden hat, dass Größe oft in den leisen Momenten entsteht.

Musikalisch bewegt sich das Album zwischen klassischem Rock, bluesiger Gelassenheit, Americana und fein dosierten Popmomenten. Dabei wirkt nichts angestaubt oder selbstgefällig. Stattdessen klingt Peter Frampton erstaunlich präsent, hungrig und inspiriert. Besonders die Zusammenarbeit mit seinem Sohn Julian Frampton scheint ihm hörbar neue Energie gegeben zu haben. Dass beide gemeinsam geschrieben und produziert haben, verleiht dem Album eine familiäre Wärme, die sich durch nahezu jeden Song zieht.

Die Gästeliste liest sich dabei wie ein kleines All-Star-Treffen der Rockgeschichte: Sheryl Crow bringt auf „Breaking The Mold“ eine wunderbar erdige Note ein, Bill Evans veredelt mehrere Stücke mit seinem Saxofonspiel und H.E.R. liefert sich auf „Islamorada“ ein beeindruckendes Gitarrenduell mit Frampton. Besonders intensiv gerät allerdings „Lions At The Gate“, bei dem Tom Morello seine typische Wucht in den Sound einarbeitet und dem Album einen angenehm rauen Moment verpasst.

Einer der emotionalen Höhepunkte ist jedoch „Buried Treasure“, die Hommage an den verstorbenen Tom Petty. Gemeinsam mit Benmont Tench entsteht hier kein pathetischer Nachruf, sondern eine liebevolle musikalische Verbeugung vor einem Künstlerfreund und dessen Leidenschaft für Musik.

Was „Carry The Light“ besonders macht, ist seine Balance zwischen Rückblick und Gegenwart. Natürlich schwingt hier die Geschichte eines Musikers mit, der mit Frampton Comes Alive! eines der erfolgreichsten Livealben aller Zeiten geschaffen hat. Doch anstatt sich darauf auszuruhen, klingt dieses Album wie ein neues Kapitel – nicht wie ein Epilog.

Auch stimmlich überzeugt Frampton mehr denn je. Seine Stimme hat über die Jahre an Rauheit gewonnen, transportiert Emotionen aber heute oft direkter als früher. Man glaubt ihm jedes Wort, gerade weil hier nichts geschniegelt oder künstlich verjüngt wirkt.

„Carry The Light“ ist deshalb kein lauter Triumphzug eines Rockveteranen, sondern ein bemerkenswert menschliches Album über Verbindung, Verlust, Hoffnung und kreative Neugier. Vielleicht gerade deshalb wirkt es so stark: Weil Peter Frampton hier nicht versucht, die Vergangenheit zu kopieren, sondern mit beeindruckender Gelassenheit im Hier und Jetzt angekommen ist.

Text: Pressemitteilung

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