„Won’t Forget These Days“ – Fury In The Slaughterhouse bleiben sich treu und wachsen doch weiter!

Mit „CHANGES“ beweist die Band, dass wahre Stärke im Miteinander entsteht

Als Fury In The Slaughterhouse Anfang der 90er mit „Won’t Forget These Days“ eine Hymne über Erinnerungen, Zusammenhalt und das Festhalten an den wichtigen Momenten veröffentlichten, ahnte wohl niemand, dass dieser Song Jahrzehnte später aktueller denn je wirken würde. Denn genau diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch das neue Studioalbum „CHANGES“.

Es ist bereits das 15. Studioalbum der Hannoveraner und zugleich das dritte seit ihrer erfolgreichen Reunion. Doch wer glaubt, „CHANGES“ wolle das Rad neu erfinden, liegt daneben. Stattdessen erzählt das Album von etwas, das in der heutigen Zeit fast schon außergewöhnlich geworden ist: Vertrauen. Zusammenhalt. Gemeinsame Entscheidungen. Eine Band, die nicht mehr gegeneinander arbeitet, sondern miteinander.

Mit „NOW“ feierten Fury In The Slaughterhouse 2021 ihre Rückkehr. „HOPE“ gab zwei Jahre später den Optimismus zurück. „CHANGES“ schließt diese Trilogie nun auf beeindruckende Weise ab. Die Veränderungen, von denen der Titel spricht, finden weniger in der Musik als vielmehr zwischen den Menschen statt. Genau darin liegt die große Stärke dieses Albums.

Die Songs wirken gereift, ehrlich und unaufgeregt. Fury verzichten bewusst auf plakative Effekte und setzen stattdessen auf ihre größte Qualität: Geschichten zu erzählen, die berühren, ohne kitschig zu werden. Man hört einer Band zu, die nach all den Höhen und Tiefen verstanden hat, dass Erfolg nicht nur aus Charts und ausverkauften Hallen besteht, sondern aus dem Gefühl, gemeinsam etwas geschaffen zu haben, das Bestand hat.

Gerade deshalb erinnert „CHANGES“ immer wieder an „Won’t Forget These Days“. Nicht musikalisch, sondern emotional. Beide stehen für das Bewusstsein, dass die wertvollsten Momente diejenigen sind, die man gemeinsam erlebt. Und genau dieses Gefühl transportiert das neue Album vom ersten bis zum letzten Ton.

Heute feiern Fury In The Slaughterhouse die Veröffentlichung von „CHANGES“ mit einem Release-Konzert in ihrer Heimat Hannover. Bis zum Ende des Sommers stehen zahlreiche weitere Open-Air-Konzerte auf dem Programm – viele davon sind bereits restlos ausverkauft. Ein Zeichen dafür, dass diese Band auch mehr als 35 Jahre nach ihrer Gründung nichts von ihrer Strahlkraft verloren hat.

„CHANGES“ ist kein lautes Statement und keine nostalgische Rückschau. Es ist das Album einer Band, die sich gefunden hat, ohne sich neu erfinden zu müssen. Fury In The Slaughterhouse klingen selbstbewusst, authentisch und menschlich. Vielleicht ist genau das die größte Veränderung – und gleichzeitig die schönste Konstante ihrer Karriere.

Text: Dennis Kresse

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