Ohne Netz und doppelten Boden: The Kooks im Palladium Köln!

The Kooks machten auf ihrer aktuellen Tour auch Station im Palladium in Köln. Viel Tamtam brauchte es nicht: Die Band kam auf die Bühne und begann – geradlinig, fokussiert, ohne großes Pathos.

Das Publikum zeigte sich generationenübergreifend textsicher. Man merkte schnell, dass hier viele mit dieser Musik groß geworden sind, während andere sie erst später entdeckt haben. Frontmann Luke Pritchard agierte präsent, aber unaufgeregt. Seine Stimme saß, die Ansagen blieben knapp, die Stimmung entspannt.

Inhaltlich setzte die Setlist auf Bewährtes und ergänzte es durch Songs jüngerer Alben. Die frühen Hits wie „She Moves in Her Own Way“ oder „Ooh La“ entwickelten eine natürliche Dynamik im Raum, ohne dass die Band viel nachhelfen musste. „Naïve“ wurde erwartungsgemäß zum gemeinsamen Moment – weniger als Ausbruch, mehr als vertrautes Ritual.

Musikalisch war das Konzert solide bis stark. Die Gitarren griffen sauber ineinander, Bass und Schlagzeug hielten das Set kompakt zusammen. Man spürte die Routine einer Band, die seit Jahren zusammenspielt und genau weiß, wo ihre Stärken liegen.

Was dieser Abend auszeichnete, war weniger Überraschung als Verlässlichkeit. The Kooks boten keine Neuinterpretationen oder Experimente, sondern eine klar strukturierte Show mit Fokus auf Song und Zusammenspiel.

Am Ende blieb der Eindruck eines Konzerts, das nicht überhöht werden muss, um zu funktionieren: gute Songs, ein eingespieltes Quartett und ein Publikum, das genau wusste, warum es gekommen ist. Ohne Netz und doppelten Boden.

Setlist The Kooks, Palladium, Köln

01. Sofa Song
02. See Me Now
03. Eddie’s Gun
04. Stormy Weather
05. She Moves in Her Own Way
06. Bad Habit
07. Westside
08. Sweet Emotion
09. Sunny Baby
10. Junk of the Heart (Happy)
11. See Me Now
12. Seaside
13. Sway
14. Shine On
15. Down
16. See the World
17, Do You Wanna
18. You Don’t Love Me
19. Ooh La
20. Naïve

Text: Dennis Kresse

Erzählt von uns: Facebooktwitterby feather