Black Stone Cherry zwischen Grunge-Nostalgie und Stadionrock!

Man kann über Black Stone Cherry vieles sagen – aber sicher nicht, dass sie sich auf „Celebrate“ neu erfinden wollen. Müssen sie auch nicht.

Die EP ist eher ein Zwischenruf als ein Statement. Vier, fünf Songs, die zeigen, wo die Band gerade steht: irgendwo zwischen Southern Rock, Grunge-Nostalgie und diesem unkaputtbaren Stadion-Gefühl, das sie seit Jahren mit sich herumschleppen. „I’m Fine“ lehnt sich hörbar an Nirvana an, ohne in bloßer Kopie zu enden – eher wie ein spätes Echo aus einer Zeit, in der Schmerz noch drei Akkorde brauchte.

„Deep“ geht erwartungsgemäß auf die emotionale Zwölf, bleibt aber angenehm unpathetisch. Das ist ohnehin die Stärke dieser EP: Sie will viel fühlen, ohne sich dabei komplett zu verlieren.

Der eigentliche Curveball kommt mit „Don’t You (Forget About Me)“ – ja, genau der Song von Simple Minds. Mit Tyler Connolly als Gast wird daraus keine ironische Brechung, sondern eine erstaunlich ernst gemeinte Rock-Umarmung. Funktioniert besser, als es sollte.

Produziert hat die Band selbst – und das hört man. Kein überpolierter Sound, sondern etwas mehr Kante, etwas mehr Raum zum Atmen. Vielleicht auch deshalb wirkt „Celebrate“ wie eine Momentaufnahme: nicht perfekt, aber ehrlich.

Fazit: Keine große Geste, kein radikaler Schritt – sondern eine kompakte Erinnerung daran, warum Black Stone Cherry immer noch funktionieren. Manchmal reicht genau das.

10.09. – Longhorn, Stuttgart
12.09. – Huxley’s Neue Welt, Berlin
13.09. – Progresja, Warschau, Polen
15.09. – Meetfactory, Prag, Tschechien
16.09. – Dürer Kert, Budapest – Ungarn
17.09. – Simm City, Wien – Österreich
19.09. – Backstage Werk, München
20.09. – Mühle Hunziken, Bern – Schweiz
22.09. – Batschkapp, Frankfurt
23.09. – Alhambra, Paris – Frankreich
25.09. – Het Depot, Leuven – Belgien
26.09. – Matrix – Bochum
27.09. – Mezz, Breda – Niederlande
29.09. – Markthalle – Hamburg
30.09. – Essigfabrik, Köln
02.10. – Oosterpoort, Groningen – Niederlande

Text: Dennis Kresse

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