Im Gespräch mit John Watts/Fischer-Z

 

Seine Nummern wie Marliese oder Berlin, die John Watts mit Fischer-Z aufgenommen hat machten aus dem Mann aus Harrow in England, einen der größten Popstars der 1970er/1980er Jahre. Mit Fischer-Z tourt er unaufhörlich durch Europa und ist besonders gerne in Deutschland zu Gast. Warum das so ist, was ihn mit Deutschland verbindet und was der Titel seines neuen Album Swimming in Thunderstorms bedeute,t haben wir John Watts gefragt.

Hier sind seine Antworten und wer ihn mal wieder live erleben möchte, für den gibts trotz Corona gute Nachrichten.

Karlsruhe: 28.05.2020 (verlegt vom 22.03.)
Freiburg: 29.05.2020 (verlegt vom 20.03.)

Soundchecker.Köln: Was ist der Unterschied zwischen Konzerten in kleinen Clubs und denen in viel größeren Veranstaltungsorten?

John Watts: Die Herausforderung ist große Veranstaltungsorte intimer zu gestalten und kleine Shows zu Großen werden zu lassen.

Soundchecker.Köln: Ist es nicht ermüdend, immer wieder die gleichen alten Nummern wie Berlin oder Marliese zu spielen?

John Watts: Nein. Die ältesten Lieder, die ich noch in meinem Herzen spüre, kann ich jeden Abend anders aufführen und das mache ich auch. Außerdem erwarten die Besucher sie auch.

Soundchecker.Köln: Dein Verhältnis zu Deutschland ist bekannt, warum ist es Deiner Meinung nach so persönlich?

John Watts: Ein „C“ in Fischer-Z zu setzen, hat geholfen, aber hauptsächlich geht es um die Themen und das Gefühl meiner Lieder.

Soundchecker.Köln: Das neue Album heißt Swimming in thunderstorms. Ist das Deine Meinung zum Brexit Drama?

John Watts: Auch, aber dieser Titel steht für ökologisches, soziales und politisches Chaos.

Soundchecker.Köln: Du hast mal gesagt, du siehst dich als musikalischer Dichter. Gibt es Pläne für einen „Abend mit John Watts“ mit gesprochenen Worten, wie es Henry Rollins oder Nick Cave in der Vergangenheit taten?

John Watts: Ich bin offen für alle Arten von Aufführungen, einschließlich „Ein Abend mit…“ mit einer Lesung.

Soundchecker.Köln: Ist es nicht schwierig aus allen Songs die Fischer-Z je geschrieben haben, eine Setlist zu machen?

John Watts: Ja, es ist schwierig, aus dem ganzen Katalog Lieder auszuwählen, aber meine Fischer-Z-Solo-Shows ermöglichen es mir, eine viel größere Vielfalt an Melodien aufzuführen.

Soundchecker.Köln: Ist es nicht seltsam, wenn Leute Lieder mitsingen, die man selbst geschrieben hat?

John Watts: Es macht durchaus Spaß, solange es nicht zu Massenkaraoke wird!

Soundchecker.Köln: Wie fühlt es sich an, ein Vorbild für junge Musiker zu sein?

John Watts: Ich hoffe, dass ich all die guten und schlechten Erfahrungen, die ich gemacht habe mit Ihnen teilen kann und hoffe auch, dass ich ihnen bei allem, was sie brauchen, helfen kann.

Soundchecker.Köln: Welchen Song hättest du gerne selbst geschrieben und warum?

John Watts: What a wonderful world von Louis Armstrong, da er universell ist und Menschen glücklich macht.

Soundchecker.Köln Wie hat sich die Musikbranche verändert? Streaming etc.?

John Watts: Die Form der Musikübertragung ist völlig anders. Es ist jetzt notwendig, Musik digital an eine sehr große Anzahl von Menschen, zu geringen oder gar keinen Kosten zu liefern. Man wird sehen, ob das die richtige Form ist.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Text: Dennis Kresse

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