Von Phil Lynott: erscheint am 30.10. „The Story Of My Life“ als umfangreiche 8CD-Box sowie das 1LP-Set „Fatalistic Attitude“

Der irische Sänger und Songwriter Philip Lynott (1949–1986) ist vor allem als Gründer und Frontmann von Thin Lizzy bekannt. Er wurde im englischen West Bromwich geboren, wuchs jedoch in Dublin auf und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des irischen Kulturlebens sowie zu einer prägenden Stimme – nicht nur in der irischen Musik, sondern weltweit in der Rockmusik.

Während die zahlreichen Hits von Thin Lizzy Millionen Menschen bekannt sind, erzählte Lynott in seinen Soloarbeiten und in der Zusammenarbeit mit anderen Musikern weitere Geschichten aus der Arbeiterklasse, schuf zahlreiche Figuren, die von persönlichen Einflüssen und der keltischen Kultur geprägt waren. Dies ist ein Teil seines Schaffens, der bislang weniger umfassend erschlossen wurde. Anlässlich seines 40. Todestages wird Philip Lynotts Solowerk nun erstmals mit dem 8-CD-Set „The Story Of My Life“ gewürdigt. Es enthält seine Soloalben „Solo In Soho“ und „The Philip Lynott Album“, Kooperationen mit Gary Moore, Midge Ure, John Sykes und weiteren Künstlern sowie 29 bislang unveröffentlichte Titel. Dazu gehört auch das alternative Album „Fatalistic Attitude“, das zusätzlich als eigenständige LP erscheint – mit dem ursprünglichen Artwork des langjährigen Thin-Lizzy-Künstlers und -Wegbegleiters Jim Fitzpatrick, basierend auf einem Foto von Denis O’Regan.

„Fatalistic Attitude“ sollte ursprünglich im Januar 1982 erscheinen, galt jedoch als zu düster. Nach umfangreichen Änderungen am Album wurde es schließlich im September 1982 als „The Philip Lynott Album“ veröffentlicht. Als Referenz für diese Edition dient Philip Lynotts persönliche Acetatkopie des ursprünglichen Albums, die sich heute in einer Privatsammlung befindet. Das Boxset „The Story Of My Life“ stellt die von Philip vorgesehene Songreihenfolge wieder her und enthält auch zwei Lieder, die damals gestrichen wurden. Mehrere Tracks wurden zudem neu aufgenommen oder neu abgemischt, darunter insbesondere „Ode to Liberty (The Protest Song)“ mit Scott Gorham an der Gitarre. Enthalten sind außerdem eine bislang unveröffentlichte Soloversion von „Hate“, das Thin Lizzy ursprünglich 1978 als Demo aufgenommen hatten, sowie „Somebody Else’s Dream“, das später als B-Seite der Single „Together“ veröffentlicht wurde.

Das Boxset veröffentlicht darüber hinaus erstmals Solo-Demos von Lynott sowie Aufnahmen seiner Bands nach Thin Lizzy: Blackmail und Grand Slam. Hinzu kommen unveröffentlichte Titel mit Gary Moore, Junior Giscombe, Paul Brady und Huey Lewis sowie bislang ungehörte Proben für Lynotts Solotournee von 1982.

Als erster Track aus „The Story Of My Life“ erscheint das bislang unveröffentlichte „Can’t Get Away“. Der Song zählt zu Philips letzten Aufnahmen und entstand im Dezember 1985 gemeinsam mit Huey Lewis im Record Plant in Sausalito – nur wenige Wochen vor Lynotts Tod im Januar 1986. Die Freundschaft zwischen Philip und Huey reicht zurück bis ins Jahr 1976, als Lewis’ Band Clover, aus der später The News hervorging, Thin Lizzy als Support begleitete. Später spielte Lewis Mundharmonika auf mehreren Lynott-Tracks und -Demos, die auf „The Story Of My Life“ enthalten sind. 1985 arbeitete Lynott an einem dritten Soloalbum, das unvollendet bleiben sollte. Sein Management holte Huey Lewis hinzu, um einige Songs zu produzieren und aufzunehmen. Aufgrund von Visaproblemen musste Lynott seinen Aufenthalt in den USA verkürzen. Deshalb nahm die Band vorab die Backing-Tracks für zwei Songs auf: „Can’t Get Away“ und „Still Alive“. Beide erscheinen auf diesem Set erstmals und zeugen von der Freundschaft zwischen Lynott und Lewis.

„The Story Of My Life“ wurde vom Thin-Lizzy-Experten Nick Sharp zusammengestellt. Das umfangreiche Booklet enthält neue Begleittexte von Mark Blake („Pink Floyd Shine On: The Definitive Oral History“) sowie seltene Fotos und Erinnerungsstücke. Lynotts Nachlass unterstützt die Veröffentlichung uneingeschränkt. Vierzig Jahre nach seinem Tod ist die Sammlung eine angemessene Würdigung des Schaffens dieses großen Künstlers.

Text: Pressemitteilung

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