DINOSAUR JR. kündigen ihr neues Album „There Near“ an, das am 28. August über Jagjaguwar erscheint. Zeitgleich veröffentlicht die Band die erste Single „Several Got Away“ samt Video und kündigt eine Nordamerika‑Tour für den Herbst an.
Über das Video zu „Several Got Away“ sagt Regisseur Guy: „Ich wollte etwas mit einem Augenzwinkern machen, das sich wie ein kleiner Hinterhof‑Film anfühlt und gut in den bestehenden Kanon der DINOSAUR JR.‑Videos passt.
Die erste Inspiration kam von einem großartigen Gemälde von Henry Darger, auf dem Kinder von zwei riesigen, schwebenden Feuerhänden terrorisiert werden. Dann musste ich an die Entrückung denken, und von dort aus setzte sich alles zusammen. Die Jungs waren für alles zu haben, und ich fühlte mich geehrt, dass sie mich mit meiner Kamera wie einen Verrückten über ein großes Feld hinter ihnen herjagen ließen. Wegen des engen Zeitplans musste ich an einem Wochenende eine Menge über visuelle Effekte lernen, aber ich bin sehr zufrieden damit, wie alles geworden ist.“
„There Near“ ist das sechste Studio-Album, das DINOSAUR JR. seit ihrer gefeierten Wiedervereinigung vor 20 Jahren aufgenommen haben. Zwar gab es seit „Sweep It Into Space“ vor fünf Jahren einige Live‑Veröffentlichungen und Archivsammlungen, doch nichts kommt an ein komplett neues Album voller frischer DINO‑Songs heran. Und auf „There Near“ stehen sämtliche Regler auf Anschlag.
Das Album entstand in kurzen, intensiven Arbeitsphasen über den Zeitraum eines Jahres hinweg in den Bisquiteen Studios in Amherst. Aufgenommen wurde es nahezu vollständig vom Kerntrio der Band: Schlagzeuger Murph, Bassist und Sänger Lou Barlow sowie Gitarrist und Sänger J Mascis. Unterstützung kam lediglich durch einige Piano- und Orgelparts von Ken Mauri. Das Ergebnis entfaltet von Anfang bis Ende eine enorme Wucht.
Der Gitarrensound von Mascis klingt auf „There Near“ noch ursprünglicher und animalischer als gewohnt, was möglicherweise auch an einem kürzlich erworbenen Mesa Boogie MK 1‑Verstärker aus den 1970er‑Jahren liegt. „Ich habe denselben Verstärker gekauft, den Chris Dixon hatte, als wir unser erstes Album aufgenommen haben“, erklärt Mascis. „Chris hat uns damals bei sich zu Hause mit genau diesem Amp aufgenommen. Er hat einen wirklich interessanten Klang, den ich schon lange nicht mehr hinbekommen habe. Genau zu diesem Sound wollte ich auf diesem Album zurück.
Die ROLLING STONES begannen in den 70ern Mesa Boogies zu benutzen, nachdem sie SANTANA damit gehört hatten. Danach machten es THE CLASH nach und so weiter. Mit den späteren Modellen wurde der Sound zunehmend Metal-lastiger. Aber der MK 1 klingt wie ein aufgemotzter Fender. Man hört immer wieder, dass Rick Rubin Bands dazu bringt, ihr erstes Album zu hören und zu sagen: Lasst uns wieder zu diesem Sound zurückkehren. Also habe ich mir seinen Rat einfach selbst gegeben.“
Auf die Frage nach der oft schwer greifbaren Bedeutung seiner Texte antwortet Mascis: „Wenn ich einen Song schreibe, weiß ich oft selbst nicht genau, worum es darin geht. Ich schätze, die Bedeutung zeigt sich irgendwann von allein. Ich verwende einfach die Worte, die funktionieren. Vieles wird auch von irgendeinem esoterischen Kram beeinflusst, den ich gerade lese. Ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Mich nervt es, dass Spotify inzwischen alle Songtexte anzeigt. Wo bleibt da der Spaß?“
Mit „There Near“ setzen DINOSAUR JR. ihre Reihe von mittlerweile zu Klassikern mutierten Alben fort. Die neuen Songs dürften mit ihren gewaltigen Riffs live ebenso eindrucksvoll funktionieren wie die Klassiker des Bandschaffens. Bis die Band wieder auf der Bühne zu erleben ist, wird „There Near“ ein treuer Begleiter sein. Je näher, desto besser.
Text: Pressemitteilung
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