Kaum ein Musiklabel hat die umstrittene und vielfach feuilletonisierte Geschichte der Hamburger Schule so nachhaltig geprägt wie L’Age d’Or. Irgendwo zwischen den Vororten Hamburgs und improvisierten Studio- und Bürohybriden entstand hier ab Mitte der Achtzigerjahre ein Ort, an dem sich Pop in überwiegend deutscher Sprache neu einkleidete – klüger, eigensinniger, lustiger.
Am 5. Juni wird in Hamburg gefeiert: 40 Jahre LADO & ladomat2000-Parties – heute veröffentlichen wir zum Vorglühen eine Bandcamp-Compilation mit vierzig Tracks aus vierzig Jahren LADO bzw. dem elektronischen Schwesterlabel ladomat2000. Viel Freude damit!
Als in den Neunzigern Bands wie Die Sterne und Tocotronic bundesweit bekannt wurden, hatte das Label längst Vorarbeit geleistet: Seit 1986 organisierte man Konzerte und legendäre Partys – in der Markthalle am Hauptbahnhof, in ausgedienten Sexclubs auf dem Kiez und überall dort, wo Reibung produktiv wurde. Ein Flyer aus dem Jahr 1991 brachte das Selbstverständnis auf den Punkt: „Fünf Jahre qualvolles Ringen um eine unabhängige deutsche Popmusik und das Neue in der Kultur.“ Oder, wenig später verkürzt auf die LADO-Losung “Popmusik darf nicht dumm sein.”
Vierzig Jahre lang ist diese Auffassung an allerlei Orten ins Grundwasser gesickert und es ist Zeit, zu feiern: Am 5. Juni lädt L’Age d’Or ins Hamburger Knust, wo sich Huah!, The Robocop Kraus, Egoexpress und weitere illustre Acts und Überraschungsgäste aus dem LADO-Pool die Bühne teilen.
Text: Pressemitteilung
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