Elf Jahre Artefuckt sind inzwischen vergangen. Zeit also, sich nicht auf den bisherigen Lorbeeren auszuruhen, sondern noch einmal ordentlich am eigenen Sound zu schrauben. Mit „Alchemie“ legt die Band aus Rheinberg ihr mittlerweile fünftes Album vor.
Nach „Manifest“, „Stigma“, „Gemini“ und „Ethik“ ist der Name diesmal Programm. Alchemie bedeutet schließlich, aus etwas Unedlem etwas Wertvolles zu machen. Bei Artefuckt darf dafür die ganze Palette des Lebens herhalten: Liebe, Hass, Träume, Zweifel und der obligatorische Blick in den Spiegel.
Musikalisch soll „Alchemie“ neue Türen öffnen, ohne die bisherige DNA der Band gleich auf dem Dachboden einzumotten. Geradeaus, frisch und mit einem neuen Sound-Gewand lautet die Devise. Das dürfte Fans der ersten Stunde ebenso interessieren wie diejenigen, die erst jetzt über Artefuckt stolpern.
Vier Alben, Headliner-Touren, zahlreiche Festivalauftritte und ordentliche Chartplatzierungen zeigen schließlich, dass die Rheinberger nicht erst seit gestern wissen, wie man eine Bühne bespielt. Mit „Alchemie“ geht es nun darum, diesen Weg weiterzuentwickeln.
Ob daraus tatsächlich der nächste Meilenstein wird? Das Potenzial dafür ist jedenfalls vorhanden – jetzt darf die Alchemie zeigen, ob aus den Zutaten tatsächlich Gold wird.
Text: Dennis Kresse
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