„Hardcore“ ist kein Revival, kein Stilversprechen und schon gar kein Safe Space. Es ist eine Zustandsbeschreibung. Mit „Hardcore“ veröƯentlicht SALÒ am 10. April 2026 sein bislang kompromiss-
losestes Werk. Ein Album über eine Welt, die permanent eskaliert, während alle so tun, als wäre das normal. Zehn Songs, die sich lesen wie Schlagzeilen, messerscharfe Gedankensplitter, die den
Körper unter Dauerstrom setzen. Pop, Punk, Electroclash – das sind hier keine Genres, sondern Werkzeuge. Eingesetzt, um Überforderung, Abstumpfung und Sehnsucht hörbar zu machen. SALÒ richtet den Blick auf eine Gegenwart, in der Gewalt und Brutalität ihre Schockwirkung längst verloren haben. ÖƯentliche Hinrichtungen, Kriegsbilder und extreme Inhalte sind Teil des alltäglichen social-media-Konsums – meist ungefiltert, jederzeit verfügbar, permanent präsent.
SALÒ hält dieser Entwicklung den Spiegel vor. „Hardcore“ ist kein Schock um des Schocks willen, sondern eine Auseinandersetzung mit der Frage, warum uns Brutalität kaum noch berührt – und wann Brutalität Mainstream geworden ist? Die bereits veröƯentlichte Single „Rotten.com“ bildet den ideologischen Knotenpunkt des Albums. Der Song spannt einen Bogen von der frühen Internet-Gore-Neugier der Nullerjahre bis zur heutigen Dauerverfügbarkeit von Gewalt im Newsfeed. „Rot ist das Blut, weiß sind die Knochen“ – und alles dazwischen wird Normalität. Ein bitterer,
treibender Kommentar auf das leise Verrotten mitten im Alltag. „Im Osten explodieren die Kinder, auf Zalando sind die Nike 90 grad im Sonderangebot“.
Pop als Protokoll der Abstumpfung. SALÒ seziert den Verlust von Distanz und zeigt, wie voyeuristisches Wegsehen zur Gewohnheit wird. „Alles verrottet. Rottet. Rotten.com“. Auf „Ich streichle Tauben“ kippt „Hardcore“ scheinbar ins Absurde – um genau dort ins Schwarze zu treƯen. Ein beinah schon sonniger Rock’n‘Roll-Song über Eskapismus, Verdrängung und den Wunsch, einfach sitzen zu bleiben, während die Welt untergeht. Tauben streicheln statt Probleme lösen. Infoslides teilen, verlegen lächeln, Akku leer…. der Song funktioniert als groteske Momentaufnahme einer Generation zwischen Apathie und ironischer Selbstbetäubung.
Möchte man dem Album „Hardcore“ ein emotionales Rückgrat zusprechen, dann ist das „Liebe“. Bassgetrieben, reduziert, old-school romanticEin Song über ein Wort, das zu groß geworden ist und viel zu oft missbraucht. Liebe als Versprechen, als Drohung, als etwas, das „um den Verstand bringt“. Zwischen HoƯnung, Hass und Plattitüde bleibt nichts übrig außer Ambivalenz – und ein Refrain, der nicht trösten will.
Explizit politisch ist auch „Jello Biafra“. Der Song verhandelt Wohnungsnot, Klassenunterschiede und strukturelle Gewalt im urbanen Alltag – mit bitterstem Humor und direkter Sprache. Ein akustisches Pamphlet, ein manifestgewordener Schlag in die sterilen Flure spätkapitalistischer Mietverträge. Die Referenz an die Dead-Kennedys-Ikone ist kein Zitat, sondern ein Aufschrei: „Miete wird nicht teurer, sie wird teurer gemacht“. Punk als Haltung, nicht als Pose.
Auch abseits der Singles entfaltet das Album ein dichtes Panorama: der Titeltrack „Hardcore“ erklärt das Genre endgültig für tot – und beschreibt stattdessen das kurze Nichtsdenken als letzten Luxus. „Ich will dein Hündchen sein“ verweigert das Funktionieren komplett und lebt den Traum von bedingungsloser Existenz ohne jede Leistung. „2D“ zerlegt die Gegenwart in Schlagworte, Marken, Ideologien – alles flach,alles gleichzeitig wahr und falsch. Mit „Hundsjahre“ schließt das Album fast leise und melancholisch, mit dem Wissen, dass Zeit schneller vergeht, als wir unsere Gefühle halten können.
„Hardcore“ ist kein Wohlfühlalbum. Es will nicht gefallen, nicht erklären, niemanden retten. Es hält fest, was da ist – und lässt es so stehen. SALÒ liefert das Album für eine Zeit, in der alles zu viel ist.
SALÒ – HARDCORE IST TOT TOUR 2026
Pop ist tot. Punk war nie zu fassen. Hardcore? Auch erledigt.
SALÒ – der Anarcho-Pop-Punk-Poet aus Wien feiert mit seiner HARDCORE IST TOT
TOUR 2026 eine Liturgie für verlorene Seelen mit Glitzer unterm Auge und
schwächelndem WLAN.
Neue Hymnen für kaputte Herzen, neue Looks für kaputte Körper.
29.04.2026 Leipzig Conne Island
30.04.2026 Berlin Festsaal Kreuzberg (hochverlegt)
02.05.2026 Hamburg Uebel & Gefährlich
03.05.2026 Bremen Tower
05.05.2026 Bielefeld Nummer zu Platz
06.05.2026 Hannover Musikzentrum
07.05.2026 Köln Kantine (Hochgestuft)
08.05.2026 Frankfurt Elfer Club
10.05.2026 Stuttgart clubCANN
11.05.2026 Zürich Dynamo
12.05.2026 Freiburg Waldsee
13.05.2026 Nürnberg Hirsch
14.05.2026 München STROM (Zusatzshow)
15.05.2026 München STROM
20.05.2026 Graz PPC
21.05.2026 Linz Posthof
22.05.2026 Wien WUK
23.05.2026 Wien WUK
27.05.2026 Salzburg Rockhouse
28.05.2026 Innsbruck Bäckerei
30.05.2026 Dornbirn Dynamo Festival
08.11.2026 Dresden GrooveStation
09.11.2026 Rostock Peter Weiss Haus
11.11.2026 Flensburg Kühlhaus
12.11.2026 Kiel, Pumpe Roter Salon
13.11.2026 Braunschweig Eule
14.11.2026 Münster Gleis22
16.11.2026 Dortmund FZW Club
17.11.2026 Jena Kassablanca
18.11.2026 Fulda Kulturkeller
19.11.2026 Ulm, Roxy Cafébar
20.11.2026 Augsburg Kantine
Text: Pressemitteilung
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