Aufgenommen während ihres ausverkauften Konzerts in der Londoner O2 Arena im Jahr 2025, haucht diese kraftvolle Live-Version einem lange geschätzten Hidden Gem aus ihrem Album Listen (2014) neues Leben ein. Die Veröffentlichung markiert den Auftakt einer besonderen Phase für die britische Band, die in diesem Jahr das 20-jährige Jubiläum ihres wegweisenden Debütalbums Inside In/Inside Out mit einer Reihe großer Open-Air-Shows feiert – darunter Konzerte im Delamere Forest, im Open Air Theatre Scarborough, beim Sky Presents Isle of Wight Festival, in der Piece Hall in Halifax und weiteren Spielorten. Parallel dazu startet ihre EU-Tour, bei der die Band uA. in Berlin (ausverkauft), Hamburg, Frankfurt, München, Leipzig und Köln (ausverkauft) zu sehen sein wird.
„See Me Now“ zählt zu den persönlichsten Songs im Katalog von The Kooks. Frontmann Luke Pritchard richtet sich darin an seinen Vater, der verstarb, als Luke erst drei Jahre alt war. Er blickt auf die vergangenen Jahre zurück („Well I’ve been a lot of places / I learned to tie my own tie too“) und stellt schließlich die zentrale, schmerzhafte Frage: „Would you be proud?“ Die Ballade hat in den vergangenen Monaten – nicht zuletzt durch soziale Medien und die aktuelle Live-Renaissance der Band – ein neues Publikum gefunden.
Begleitet wird die Veröffentlichung von einem neuen Musikvideo unter der Regie von Julien Temple (The Filth and the Fury, Absolute Beginners, The Great Rock ’N’ Roll Swindle). Temple, der bereits zuvor ein digitales Bühnen-Backdrop für den Song entworfen hatte, entwickelte nach dem Hören der Live-Version die Idee für ein neues Video. Es verbindet privates Filmmaterial aus Lukes Kindheit mit seinem Vater, Szenen aus dem Originalvideo von 2014 sowie Aufnahmen des O2-Arena-Konzerts zu einer durchgehenden Erzählung. Das Video zeichnet drei Phasen im Leben von Luke Pritchard nach, die zu einer gemeinsamen Geschichte verwoben werden. Über das Projekt sagt Temple: „Ich wollte unbedingt mit Luke arbeiten und seine zutiefst bewegende Beziehung zu seinem Vater für das Video erfahrbar machen.“
Die Veröffentlichung folgt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Jahr für The Kooks, die mit ihrem Album Never/Know das einläuteten, was NME treffend als „The new era of The Kooks“ bezeichnete. Nach einem viralen Hype in den sozialen Medien wurde „See Me Now“ zum emotionalen Herzstück ihrer bislang größten UK-Headlinertournee im Jahr 2025. Beim Auftritt in der O2 Arena saß Pritchard allein am Klavier, umgeben von Zehntausenden leuchtender Handylichter im Publikum – ein Moment kollektiver Katharsis, der dem Song endgültig neues Leben einhauchte. Besonders eine jüngere Generation von Fans trägt diese neue Phase der Band sichtbar mit.
„Seit ich selbst Kinder habe, hat der Song für mich eine neue Bedeutung bekommen“, erklärt Pritchard. „Mir wurde klar, dass Musik die Verbindung zu meinem Dad war. Und die Reaktionen der Fans waren überwältigend – manchmal findet ein Song seine Zeit erst später.“
Auslöser für diese erneute Auseinandersetzung war ein sehr persönlicher Fund. „Meine Mum hat mir irgendwann alte Tapes von mir und meinem Dad gegeben, die ich nie zuvor gesehen hatte. Es fühlte sich an wie eine Zeitkapsel“, erzählt Pritchard. „Darauf sieht man, wie er mir mit drei Jahren beibringt, ein Mikrofon zu halten, Gitarre zu spielen oder wie ein Rockstar zu posieren. Das hat viele Erinnerungen freigesetzt. Ich war so jung, dass ich gar nicht realisiert hatte, dass all das passiert ist.“
Lukes Vater, selbst Musiker, der einst die Rolling Stones supportete, bevor er in die Modebranche wechselte, hinterließ Platten, Kleidung und eine Gitarre – Dinge, die Luke prägten und später auch The Kooks. Die Aufnahme aus der O2 Arena hält dieses Vermächtnis fest. „Diese Performance war für mich besonders“, so Pritchard. „Ich wusste nicht, ob ich den Song zu Ende spielen würde. Meine Mum und meine Schwester waren im Publikum. Ich habe nur daran gedacht, wie sehr ihn das überwältigt hätte – diesen Song vor so vielen Menschen in London zu spielen. Und dann kamen all die Geschichten anderer Menschen, die sich bei mir gemeldet haben.“
Nach Headliner-Shows in großen Venues wie der Co-op Live Arena in Manchester und einem Auftritt bei Jools Holland’s Annual Hootenanny im vergangenen Jahr arbeiten The Kooks derzeit an neuem Material. Das kommende Album, so Pritchard, bewege sich in Richtung einer „psychedelischen Rock’n’Roll-Platte“ – produziert von Tony Berg (Phoebe Bridgers, Sombr).
THE KOOKS – LIVE
15.02.2026 Berlin, Columbiahalle (ausverkauft)
16.02.2026 Hamburg, Sporthalle
19.02.2026 München, Zenith
20.02.2026 Frankfurt, Jahrhunderthalle
21.02.2026 Köln, Palladium (ausverkauft)
24.02.2026 Leipzig, Haus Auensee
04.08.2026 Schwetzingen, Schlossgarten Openair
Text: Pressemitteilung
Credits Freya Barber