Unter dem Radar!

 

The Dave Clark Five – All the Hits

Immer ein wenig unter dem Radar flogen die Dave Clark Five. Trotz über 100 Millionen verkaufter Alben stellte sich nie der ganz große Erfolg bei der Band aus England ein und im Vergleich zu den Beatles oder den Rolling Stones spielte man nur die zweite Geige. Aber dass die Band aus Tottenham, einem Stadtteil von London, auch einige unsterbliche Nummern im Repertoire hatte, das beweist die jüngst erschienene All The Hits Kompilation der Beatband. Dave Clark als Schlagzeuger in der damaligen Zeit eher ungewöhnlich, stand den DC5 als Gründer und Ideengeber vor und schaffte das als einer der produktivsten und gefeiertsten Musiker, Songwriter und Produzenten Großbritanniens.

Die britische Invasion die in den USA um 1964 Einzug hielt wäre ohne die Dave Clark Five nicht denkbar gewesen. Ganze 18 Mal gab es Auftritte in der damals in den Vereinigten Staaten beliebten Ed Sullivan Show und eine Tournee dort machte sie in den Staaten populärer als in ihrer englischen Heimat. Aber auch in Europa gab es einen großen Bekanntheitsgrad.

All the Hits enthält 28 unvergessene Nummern des Quintetts angefangen von Do you love me über den Welthit Glad all over, mit dem die Band die zu dieser Zeit über jeden Zweifel erhabenen Beatles gar von der Nummer 1 der britischen Charts verdrängen konnten.

Bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1970 konnten die Dave Clark Five in der Besetzung Dave Clark (Schlagzeug), Mike Smith (Gesang, Keyboard), Lenny Davidson (Gitarre), Denny Paxton (Saxophon) und Rick Huxley (Bass) in den USA 24 Aufnahmen in die Billboard Top 100 bringen, darunter zwischen 1964 und 1967 17 Top-40-Hits. Mit ihrem Titel Over And Over erreichten sie Platz 1 der US-Singlecharts. Aber auch in ihrer britischen Heimat verkauften sich ihre Platten gut: davon zeugen acht Top-10- und insgesamt 22 Top-50-Hits in der britischen Hitparade.

All the Hits wurde in den Abbey Road Studios überragend remastert und lässt eine zu Unrecht fast vergessene Beatband wieder neu erstrahlen und dafür kann man Dave Clark und seinen Mitstreitern nur danken.

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Text: Dennis Kresse

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