Lucy Kruger & The Lost Boys kündigten kürzlich ihr siebtes Studioalbum Pale Bloom für den 13. Februar 2026 auf Unique Records an.

Im Unterschied zu früheren Veröffentlichungen entstand Pale Bloom über einen längeren Zeitraum. So hatte die Band Raum, einen kleinen Creation Myth in Amber zu entwickeln: eine Ursprungsgeschichte, komplex, geheimnisvoll und reich an Metaphern. Das Album blickt weit zurück in Kindheitstage und greift Rhythmen und Erzählmuster auf, die aus einer streng religiösen Erziehung stammen. „Manchmal denke ich, dass in meiner Kindheit seltsame Ideen gesät wurden und ich zwar lernte, Wachstum zu imitieren, aber den Prozess des Gärtnerns nicht verstand – vielleicht bis heute nicht“, so Kruger. „Pale Bloom kreist um diese Frage. Die Songs sind wohl ihre eigene Art von Ernte.“ Ihre Stimme – gleichermaßen kraftvoll wie euphorisch – legt Sehnsucht, Trauer und Verlangen in die üppige, nuancierte Instrumentierung der Band. Streicher klingen dunkler, Gitarren entfalten sich über weitläufige, expressive Klangräume.

Pale Bloom entstand in enger Zusammenarbeit über sechs Monate: Kruger arbeitete mit ihren Bandkollegen und dem langjährigen kreativen Partner André Leo in Berliner Studios. Jeder brachte seine eigene Stimme ein: Liú Mottes an der Gitarre, Jean-Louise Parker an der Viola, Gidon Carmel am Schlagzeug und Reuben Kemp am Bass – gemeinsam entstand ein vielschichtiges, detailreiches Klanggewebe. Abgemischt wurde das Album von Simon Ratcliffe.

Gleich mit der ersten Single-Auskopplung „Anchor“ bringt Kruger mit scharfen, prägnante Gitarrenmotive und ihrer markante, fesselnde Stimme hervor, wofür sie ihre Fans lieben. „Anchor spricht von der ewigen Frustration, zugleich verankert zu sein und frei treiben zu wollen – erkannt zu werden, sich aber dennoch neu erfinden zu können“, sagt Kruger selbst. „Der Song sehnt sich nach einem Zuhause, aber auch nach einer Liebe wie der, die man vielleicht vor dem Verlust der Kindheit spürt – wenn jemand sagt: ‚Es wird alles gut‘ – und man es glaubt.“, sagt Lucy.

Es folgte die Single „Ambient Heat“ über die Kruger sagte: „Der Song ist eine Art existentieller Fiebertraum, der sich um Fragen der Fürsorge dreht. An einem sehr heißen Tag in Neukölln, wo ich in Berlin lebe, scheint die Luft über dem Beton zu schweben. Die ambient heat dringt in deine Knochen und in deine Gedanken ein, bis du das Gefühl hast, die Welt wolle dich ausspucken. Als Kind war solche Hitze einfach eine Empfindung, die man ertragen musste – und vielleicht sogar genoss. Jetzt kommt sie als schmerzhafte Frage, als Erinnerung, als Zurechtweisung – und als Warnung vor so vielen anderen beängstigenden Dingen. Der Song entstand aus diesem Zustand heraus.“

LIVE

25.02.2026 — DE — Hamburg — MS Stubnitz
26.02.2026 — DE — Dresden — Ostpol
28.02.2026 — DE — Jena — KuBa
03.03.2026 — CH — Bern — Spinnerei
04.03.2026 — CH — Lugano — Studio Foce
05.03.2026 — CH — Aarau — Kiff
06.03.2026 — AT — Innsbruck — P.M.K
07.03.2026 — AT — Vienna — Chelsea
11.03.2026 — AT — LINZ —Stadtwerkstatt
12.03.2026 — AT — Salzburg — Rockhouse
13.03.2026 — DE — Würzburg — Immerhin
14.03.2026 — DE — Karlsruhe — P8
15.03.2026 —DE — Münster — B-Side
17.03.2026 — DE — Köln — Sonic Ballroom
20.03.2026 — DE — Essen — Zeche Carl
04.04.2026— DE — Berlin — Silent Green

2015 in Südafrika gegründet, fand die Band 2018 in Berlin ihre neue Heimat – und schärfte dort ihren Sound: eine markante Mischung aus Art-Pop und Tender-Noise, die von Tapes Trilogy (2019–2022) über Heaving (2023) bis zu A Human Home (2024) reicht und auf Platte ebenso fesselt wie in kompromisslosen Live-Shows, die sie quer durch Europa und den USA führten – vom INMusic (Kroatien), MENT (Slowenien), The Great Escape und Focus Wales (UK) über Viva Sounds (Schweden), Grauzone und Roadburn (Niederlande) bis zu Synästhesie, Reeperbahn Festival, Orange Blossom Special, Maifeld Derby (Deutschland) und SXSW (USA). 2023 holten sie den Europavox Spotlight Prize, und Frontfrau Kruger wurde ins Keychange-Programm aufgenommen. Ihre Stimme ist zudem auf dem aktuellen Album von The Underground Youth und den beiden letzten Alben von Swans zu hören.

Text: Pressemitteilung

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