Roman-Debüt von Bernard Hoffmeister – Walter Benjamin & die Sinnkrise der Millenials: „Benjamin im Stroboskop“

Am 14. März 2026 erscheint der Debüt-Roman des Düsseldorfer Autors und Kulturwissenschaftlers Bernard Hoffmeister.

Hoffmeister, Literaturveranstalter und Lesebühnenautor, Walter-Benjamin-Experte und 2022 mit dem »Preis der Lehre« der Universität Düsseldorf ausgezeichnet, hat ein bemerkenswertes Romandebüt verfasst: »Benjamin im Stroboskop« ist ein avanciertes Spiel mit Identitäten und Bedeutungsebenen, ein postmoderner Montageroman über einen jungen Walter-Benjamin-Doktoranden namens Benjamin, der zwischen Wissenschaft und Hochkultur, bürgerlicher Paarbeziehung, Rausch und vermeintlicher Selbstverwirklichung in der Kleinkunstszene keinen Halt findet und in der vergeblichen Sinnsuche eines Millenials ausbrennt.

Ein formal hochinteressanter Roman über einen jungen Akademiker, der sich in den geistigen Welten des bereits Gedachten, zwischen Zitaten und der Suche nach Originalität und Bedeutung zu verlieren droht. Das Scheitern des Protagonisten entbehrt in der Erzählung nicht einer absurden Komik. Mit dem Roman setzt Hoffmeister der Stadt Düsseldorf, die mehr als nur Kulisse der Handlung ist, ein literarisches Denkmal.

Zugleich ist der Roman eine ästhetische Hommage an den wohl wichtigsten Stichwortgeber der Kulturwissenschaften, Walter Benjamin, und das für dessen Denken zentrale „Passagenwerk“. Darüberhinaus spielt Hoffmeister geschickt mit Verweisen, Anspielungen und Pastichen auf andere Autoren der Gegenwart. Das Arbeiten mit Zitatflächen ist nicht bloßes Verweisspiel, sondern ein intertextueller Versuch alternativen Erzählens. Das Remixen von David Foster Wallace, Rainald Goetz, Thomas Brasch, Arno Schmidt u.v.a. befragt deren Texte neu auf ihre Lesbarkeit für unsere Jetztzeit.

Text: Pressemitteilung

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