Lindsey Jordan alias Snail Mail veröffentlicht am 27. März ihr drittes Album „Ricochet“ bei Matador Records. Es ist ihre erste neue LP seit fünf Jahren. Jordan positioniert sich darauf einmal mehr als prägende Songwriterin ihrer Generation.
Während die bisherigen Alben vor allem von emotionalem Liebes-Chaos erzählen, richtet „Ricochet“ den Blick auf existenziellere Fragen: auf Zeit, Sterblichkeit und die stille Beklemmung, wenn man das Geliebte allmählich verschwinden sieht; auf verblassende Freundschaften, verlorene Unbeschwertheit und emotionale Distanz. Es ein Album über die Angst – nicht vor dem Schlechten, sondern vor der Vergänglichkeit des Guten. Entstanden ist „Ricochet“ nicht zuletzt in einer Phase tiefgreifender persönlicher Veränderungen wie Jordans Umzug von New York City nach North Carolina.
Parallel zur Ankündigung erscheint die erste Single „Dead End“, ein Song, der der Einfachheit der Jugend in den Vororten nachtrauert: Parken in der Sackgasse und Rauchen mit Freundinnen und Freunden. Über das Video sagt Lindsay: „Wir haben an irgendwelchen Orten in North Carolina gedreht, zwischen 17 Uhr und 4 Uhr morgens. Es war eine der kältesten Nächte meines Lebens. Wir wollte mit dem Feuerwerk eigentlich unauffällig zu bleiben, aber irgendjemand hat dann doch die Cops gerufen.“
„Ricochet“ ist in seiner Tonalität auch von anderen Werken geprägt, die sich mit vergleichbaren Themen befassen. Charlie Kaufmans „Synecdoche, New York“ etwa ist ein wichtiger Bezugspunkt, während der Song „Nowhere“ von Laura Gilpins Gedicht „The Two-Headed Calf“ inspiriert ist.
Musikalisch verbindet „Ricochet“ Snail Mails präzise Lyrik mit ausgreifenden Melodien, Streicharrangements und hypnotischen Texturen. Dabei lehnt sich das Album an die strahlende Seite des Alternative Rock der 90er an – an die sonnigen Momente der Smashing Pumpkins, die frühen Radiohead-Jahre oder die Shoegaze-Sounds von Bands wie Catherine Wheel.
Aufgenommen wurde „Ricochet“ gemeinsam mit Produzent und Bassist Aron Kobayashi Ritch.
Text: Pressemitteilung
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