Kim Gordon mit neuer Single!

Kim Gordon hat Kunst und Noise über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu gedacht – und dabei nie anchärfe verloren. Vierzig Jahre nach ihren Anfängen fühlt sich ihre Vision noch immer wie eine Provokation an. Dieses Abenteuer setzt sie nun mit ihrem dritten Soloalbum “PLAY ME“ fort, das am 13. März bei Matador Records erscheint.

Die erste Single “NOT TODAY“ kommt mit der Albenankündigung, begleitet von einem Kurzfilm der Modedesignerinnen und Filmemacherinnen Kate und Laura Mulleavy (Rodarte). In dem Video trägt Gordon ein handgefärbtes Seidentüllkleid aus einer frühen Rodarte-Kollektion – eigens für sie angefertigt. Der Song selbst offenbart eine neue Spannung in Gordons Stimme. „Ich habe plötzlich auf eine Art gesungen, die ich lange nicht benutzt hatte“, sagt sie. „Da kam eine andere Stimme zum Vorschein.“

“PLAY ME“ ist ein konzentriertes, direktes Album, das Gordons Sound um melodischere Beats und den Motorik-Drive des Krautrock erweitert. Entstanden ist es erneut in Zusammenarbeit mit dem in L.A. ansässigen Produzenten Justin Raisen (Charli XCX, Sky Ferreira, Yves Tumor). Die Songs sind kurz, prägnant und stark rhythmusorientiert – fokussierter und selbstbewusster als zuvor.

Nach dem experimentellen “No Home Record“ (2019) und dem kompromisslosen “The Collective“ (2024), das ihr zwei Grammy-Nominierungen einbrachte, richtet Gordon auf “PLAY ME“ den Blick auf die Gegenwart: den Schaden durch die Tech- und Milliardärsklasse, den Abbau demokratischer Strukturen, KI-getriebene Kulturverflachung und den absurden Alltag im Spätkapitalismus. Doch trotz dieser gesellschaftlichen Themen ist “PLAY ME“ ein zutiefst nach innen gewandtes Album – körperlich, emotional und suchend, ohne fertige Antworten liefern zu wollen.

Mit verzerrten Stimmen, verschobenen Beats und schroffen Klangschichten entstehen Songs, die die Realität nicht erklären, sondern freilegen. Songs wie “Square Jaw“ rechnen mit toxischer Tech-Männlichkeit ab, “Dirty Tech“ reflektiert die menschlichen und ökologischen Kosten künstlicher Intelligenz, während “Busy Bee“ mit schwarzem Humor den Druck der permanenten Selbstoptimierung karikiert. “ByeBye25“ verwandelt verbotene Begriffe aus Trumps Listen in bissige Opposition-Kunst.

Der Titeltrack “PLAY ME“ setzt Namen von Spotify-Playlisten über einen Trip-Hop-Groove und entlarvt die Logik einer reibungslosen, durchkuratierten Komfortkultur. „Unsere Stimmungen werden vorweggenommen, bevor wir sie überhaupt haben“, sagt Gordon. „Ich finde das faszinierend – und gleichzeitig extrem beleidigend.“

Mit “PLAY ME“ verdichtet Kim Gordon ihre künstlerische Sprache zu einem Album, das zeitgenössische Absurditäten mit Witz, Widerstand und emotionaler Intensität spiegelt – radikal gegenwärtig und kompromisslos eigenständig.

Text: Pressemitteilung

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