RADIE PEAT SOLODEBÜT DER LANKUM-SÄNGERIN „NO HUMAN TONGUE CAN TELL“ AM 13. NOVEMBER. E SINGLE „THE MOON AND THE STARS“ JETZT!

Als Mitglied von Lankum und ØXN zählt sie zu den einflussreichsten und renommiertesten Musikerinnen Irlands – jetzt kündigt Rough Trade Records das Solodebüt der Sängerin und Multiinstrumentalistin Radie Peat an. Mit ihrer unverwechselbaren künstlerischen Herangehensweise, ihrem außergewöhnlichen Stimmumfang und einem feinen Gespür für die Dinge geht Radie Peat auf „No Human Tongue Can Tell“ der Essenz von Folk Music nach. Sie haucht alten Liedern neues Leben ein und trägt sie in die Gegenwart. Dabei bewahrt und bereichert sie die irische Gesangstradition gleichermaßen. Mit der Ankündigung erscheint die Single „The Moon And Stars“, zu dem es ein Video von Peter Eason Daniels gibt.

Mit „The Moon and Stars“ erweckt Peat Wut und Verletzlichkeit entschlossen zum Leben: „I wish I’d never seen your face or heard your lying tongue.“ Die Energie dieser Empörung trägt ihre Interpretation einer Frau, die Verrat und Verlassenwerden erlebt, als sie am verletztlichsten ist. „Im Lied gibt es verschlüsselte Hinweise auf ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen“, so Peat. „Außerdem wird die Weinraute erwähnt, ein Kraut, das früher zur Herbeiführung von Fehlgeburten verwendet wurde. Ich wollte diese Erfahrungen aus der Perspektive der Frau darstellen und uns mit ihrem Erleben verbinden.“ Das Lied vermittelt ein Gefühl von Verzweiflung und Einengung. „Als ich die Zeilen über Schreien und Brüllen schrieb, dachte ich an die Schlussszene von John B. Keanes Stück ‚Sive‘ aus dem Jahr 1959.“ Nachdem sie von ihrer arrangierten Ehe erfährt, flieht Sive in die Nacht und ertränkt sich in einem Wasserloch im Moor. Peat greift die Stimmung dieser Szene auf: „Never … if the sun, moon and stars rained down out of the heavens and split the ground under my feet … never!“

In den Songs auf „No Human Tongue Can Tell“ tritt Radie Peat mit Selbstvertrauen, Eigenständigkeit und künstlerischer Autonomie auf, während sie tradierte Geschichten neu erzählt. Ihre besondere Kunst besteht darin, Momente zu schaffen, in denen die Stimme einer einzelnen Frau stellvertretend spricht für die Stimmen vieler Frauen zu allen Zeiten – oder, wie sie selbst es ausdrückt, für die „hunderte Jahre an Erfahrungen anderer Menschen, die über Generationen hinweg in diese Lieder eingeflossen sind. Das verbindet einen mit einer Welterfahrung, die weit über die Summe des eigenen Erlebten hinausgeht.“ Gerade deshalb wirkt das Album so archaisch und zeitgenössisch zugleich. Durchdrungen von Weisheit, Katharsis angesichts tiefen Leids und Momenten der Leichtigkeit inmitten der Verzweiflung, ist „No Human Tongue Can Tell“ eine Liedersammlung, die uns daran erinnert, dass andere Menschen längst dort gewesen sind, wo wir heute stehen.

Text: Pressemitteilung

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