Die Ausstellung „PUNK 50: Demand the Impossible“ lädt dazu ein, die Entstehung und Wirkung einer Bewegung zu entdecken, die Musik, Kunst, Mode und Gesellschaft bis heute prägt. Wichtige Fragen sind: Wo kommt Punk eigentlich her? Welche politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen haben diese Bewegung hervorgebracht? Und wie konnten Ideen aus Kunst, Philosophie oder Mode zu einem weltweiten kulturellen Umbruch führen?
Entwickelt wurde die Ausstellung von DasPunkMuseumDUS in Kooperation mit dem TMD Theatermuseum Hofgartenhaus Düsseldorf und dem Studio Neonreal GmbH.
Konzept
Die Ausstellung zeichnet die historischen, sozialen und kulturellen Entwicklungen nach, die Mitte der 1970er-Jahre zur Punk-Explosion führten. Im Vergleich der internationalen Szenen – insbesondere Großbritannien, den USA sowie West- und Ostdeutschland – wird sichtbar, aus welchen Einflüssen sich die DNA des Punk zusammensetzt.
Punk wird dabei bewusst nicht allein als musikalisches Phänomen verstanden. Die Ausstellung zeigt vielmehr ein dichtes Netzwerk aus Künstlerinnen und Künstlern, Musikerinnen und Musikern, Fans, Veranstalter:innen, Designer:innen, Aktivist:innen und Szeneorten, deren Zusammenspiel eine der prägendsten Jugend- und Kulturbewegungen des 20. Jahrhunderts hervorbrachte.
Innerhalb dieser internationalen Entwicklung nimmt Düsseldorf eine besondere Stellung ein. Die Stadt wird als Ort gezeigt, an dem sich Punk, Kunst und elektronische Musik in einzigartiger Weise gegenseitig beeinflussten. Gemeinsam mit den Entwicklungen in London, New York, Hamburg, Berlin und weiteren Zentren entsteht so ein vielschichtiges Bild der internationalen Punkbewegung.
Originale Fotografien, Fanzines, Tonaufnahmen, Plakate, Instrumente, Kleidung und zahlreiche weitere Zeitzeugnisse machen sichtbar, wie aus einem kulturellen Moment eine internationale Bewegung wurde.
Ergänzt werden die Exponate durch ausgewählte Sequenzen aus der begleitenden Virtual-Reality-Experience. Historische Authentizität und zeitgemäße Vermittlung greifen dabei ineinander und machen Punk nicht nur sichtbar, sondern unmittelbar erlebbar. Die Ausstellung verbindet das klassische Museum mit den Möglichkeiten moderner Erzählformen und schafft so einen Erfahrungsraum, der Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise miteinander verknüpft.
Gleichzeitig richtet die Ausstellung den Blick über die eigentliche Punk-Ära hinaus. Sie zeigt, wie Punk den Weg für neue kulturelle und politische Entwicklungen der 1980er-Jahre ebnete und bis heute Musik, Kunst, Design und gesellschaftliche Debatten beeinflusst.
Starke Partner aus Kunst, Musik und Produktion
Initiiert wird das Gesamtprojekt von Rudi Esch, Jäki Hildisch, Peter Marszalek und Florian Siebert. Rudi Esch ist Musiker (Die Krupps, Male) und Autor (u. a. „Electri_City“, „Spaß muss sein“); er hat sich die Gründung des ersten deutschen Punkmuseums auf die Fahnen geschrieben. Jäki Hildisch gilt unter seinem Punknamen „Jaeki Eldorado“ als Deutschlands erster Punk; er ist heute international als Tourmanager bekannter Musiker tätig und kuratiert die Ausstellung „Punk 50: Demand The Impossible“. Peter Marszalek und Florian Siebert sind die kreativen Köpfe hinter der Neonreal GmbH, einem auf immersive Medien, digitale Filmproduktion und innovative Erzählformen spezialisierten Studio in Düsseldorf.
Gemeinsam mit Sascha Förster, dem Leiter des TMD Theatermuseum Hofgartenhaus Düsseldorf, Dr. Stefanie Lucci von Art Affairs, dem Virtual-Reality-Spezialisten Björn Sondermann und weiteren prägenden Akteur*innen der Szene entsteht ein interdisziplinäres Kulturprojekt mit internationaler Strahlkraft.
Text: Pressemitteilung
Credit Björn Sondermann