MAIKA. Workers Unite! … on the dance floor. Albumankündigung mit neuer Single!

Die in Köln lebende Multiinstrumentalistin, Produzentin und Sängerin MAIKA kündigt ihr zweites Soloalbum Senza Padrone Baby an, das am 08. Mai auf dem Kölner Indie Label Papercup Records erscheint. Nach ihrem Debüt Holy Noon, das 2025 für den Deutschen Jazzpreis als „Newcomerin des Jahres“ nominiert war, markiert das neue Werk einen radikalen Entwicklungsschritt: klanglich mutiger, körperlicher, kompromissloser.

Während Holy Noon noch introvertierter und näher an Strukturen des Jazz war, öffnet Senza Padrone Baby einen eklektischen Kosmos aus Eighties-Ästhetik, Post-Punk-Kante, R&B-Groove, Disco-Beats und Italo-Pop. Glamouröse Synthesizer, vielschichtige Stimmenformationen sind Teil eines lässig präzisen Sounds, strukturiert und wild zugleich, durchdacht und kollektiv.

Die neue Single „Michek’s House Party“ ist die Avantgarde von MAIKA’s neuem Weg. Der Track ist zum Bewegen da, zwischen Funk, Post-Punk und R&B. Was in seiner politischen Direktheit wie ein Schlag ins Gesicht wirken könnte, entfaltet sich mit Lust am Widerspruch, Humor und Freude am Spiel. In den Fäusten kein moralischer Zeigefinger, kein Pathos stattdessen wilde Hooks, angesiedelt bei Prince, Molly Nilsson, Doja Cat, Michael Jackson und Sleaford Mods – roh, hypnotisch und schwer zu bestimmen.

Drückende Synths und Drums machen den Raum auf, während MAIKA aus dem Kommunistischen Manifest zitiert. Theorie und Geschichte wird hier nicht doziert — sie wird getanzt. „Arbeiter*innen aller Länder, vereinigt euch“ bekommt hier einen Rhythmus, für eine Zeit des Widerstands. Zwischen Funk und Fun fühlt sich diese Kritik und Analyse erfrischend anders an.

MAIKA, bürgerlich Maika Küster, studierte Jazzgesang und Komposition in Essen und Kopenhagen. Sie arbeitet genreübergreifend zwischen experimentellem Pop, politischer Performance und Theatermusik. Kooperationen mit internationalen Künstler*innen wie Mocky (u. a. Feist, Jamie Lidell, Chilly Gonzales), Kompositionen für das Schauspielhaus Bochum und die Volksbühne Berlin sowie internationale Tourneen durch Europa, Südostasien und den Nahen Osten prägen ihr künstlerisches Profil. 2024 war sie gemeinsam mit Caris Hermes und der WDR Big Band im Rahmen des WDR Jazzpreises auf Tour.

Als Mitbegründerin des feministischen PENG Kollektivs — ausgezeichnet mit dem WDR Jazz Ehrenpreis sowie dem Deutschen Jazzpreis als „Festival des Jahres“ — setzt sich MAIKA seit Jahren für strukturelle Veränderungen im Musikbetrieb ein.

Auf Senza Padrone Baby verdichtet sich dieses Bewusstsein zu einer künstlerischen Haltung, die Komplexität nicht scheut und Pop nicht für naiv hält. Komplex und eingängig. Diszipliniert und entfesselt. „Urgent“ und „unapologetic“.

Text: Pressemitteilung

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