Limp Bizkit – 23.06.2026 – Mönchengladbach Sparkassenpark

Zuletzt machten die Männer von Limp Bizkit weniger durch Musik von sich Reden. Freund, Gründungsmitglied und Bassist Sam Rivers starb mit 48 Jahren im Oktober 2025. Doch die Tour wurde und wird fortgesetzt. Richie Buxton ist seitdem Ersatz und ebenfalls Bassist bei dem zweiten Support des Abends: Ecca Vandal.: Zuvor gibt es aber noch eine Vorband: DeathbyRomy, Dahinter steht Romy Maxine Flores aus Los Angeles.

Flores hat bislang insgesamt fünf Alben veröffentlicht, wobei ihr bislang jüngstes Werk den Titel *Hollywood Forever* trägt und im Jahr 2024 erschienen ist. Ihre Musikkarriere nahm an Fahrt auf, als sie 2019 mit der Single „Problems“ erstmals größere Aufmerksamkeit erlangte. Das Lied wurde vor allem durch die Verbreitung auf der Videoplattform TikTok zu einem viralen Hit, was maßgeblich zu ihrem Durchbruch beitrug. Dank der großen Resonanz auf TikTok konnte „Problems“ mehr als 70 Millionen Streams auf Spotify verzeichnen, was der Sängerin nicht nur eine breite Fangemeinde, sondern auch Anerkennung in der Musikszene einbrachte. Mit ihrer authentischen und eingängigen Musik hat Flores es geschafft, sich als eine aufstrebende Künstlerin zu etablieren und ihre Bekanntheit stetig auszubauen.

Danach ist Ecca Vandal am Start und auch hier gibt eine Frau den Ton an. In Südafrika geboren, in Melbourne aufgewachsen und von einem Kommilitonen auf Punk und Rockmusik gebracht wird jetzt Musik geboten, die in die Beine geht.Genres kennt sie nicht. Es ist ein wilder Mix und Ritt aus Punk, Indie, Hardcore und Rap, der viele Gäste vereint. Aber sie hat auch die Qualitäten, die eine Frontfrau braucht und liefert eine ordentliche Show ab. Den Namen Ecca Vandal gilt es sich zu merken. Und auch der Autor behält einen konkreten Termin im Blick. Am 07. September wird Ecca Vandal Station im Kölner Luxor machen.

Bis Limp Bizkit und die Männer um Frank Durst die Bühne erobern und den Abend übernehmen, lassen sie uns bei Temperaturen über 30 Grad noch etwas schmoren im wahrsten Sinne des Wortes. Dreimal lässt man einen Timer rückwärtslaufen, zweimal erscheint auf dem Display nur ein Foto, bzw. Logo. Dann ist es soweit, Das eigentliche Hockeystadion bebt. Und wie. Und Fred Durst und Wes Borland geben den Fans die Geschwindigkeit, die die Musik von Limp Bizkit ausmacht. Brav wird ein Best-Of-Set gespielt, welches keine Wünsche offen lässt. Auch Showelemente sind mit im Gepäck. Alle Texte sind auf einem großen Display in der Mitte ablesbar und werden karaokemäßig eingeblendet. Das ist eher unnötig, so textsicher, wie das Publikum wirkt.

Ebenso werden nach 3, 4 Stücken kurze Pausen gemacht und Songs anderer Künstler kurz eingespielt. Besonderen Anklang findet da logischerweise „99 Luftballons“ von Nena. Das wirkt befremdlich so wie die momentanen Trinkpausen der WM.

Der Sound ist gut, hier und da hätte der Bass gerne etwas kräftiger sein können. Im Gegenzug dazu wird er jedoch zu keiner Phase übersteuert und es gibt keinerlei Rückkopplungen.

Und wie es sich für eine Band von Weltruhm gehört, bezieht diese das Publikum mit ein. Zwei weibliche Fans dürfen bei „Full Nelson“ sogar auf die Bühne und mit Fred Durst gemeinsam singen und rappen. Das machen sie nicht nur textsicher, sondern sind dabei äußerst gut bei Stimme. Respekt. Kurz vor Ende kommt der Song mit der meisten Zustimmung und Reaktion. Ausgerechnet der einzige langsame Track „Behind Blue Eyes“, welches ein Cover von The Who ist, stellt alle anderen Lieder in den Schatten bei der Gunst der Fans. Und Schatten wünscht man sich auch um 22 Uhr noch als das Konzert nach rund 90 Minuten zu Ende ist. Ein Konzert bei dem vieles stimmt, einiges nicht hätte sein müssen aber eben von den Leuten, die Unterbrechungen nicht mögen auch getrost ignoriert werden können.

Setlist Limp Bizkit:

Making Love to Morgan Wallen (Live-Debüt)
9 Teen 90 Nine
Just Like This
Faith (George-Michael-Cover)
Break Stuff
My Generation
Livin‘ It Up
Hot Dog
My Way
Gold Cobra
Nookie
Full Nelson
Rollin‘ (Air Raid Vehicle)
Re-Arranged
Behind Blue Eyes (The-Who-Cover)
Take a Look Around
Break Stuff

Text: Jan Rombout

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