Freitag, der 30.01.2026, stand im Kubana Siegburg ganz im Zeichen der großen Rock- und Metal-Legenden. Zwei Tribute-Bands nahmen das Publikum mit auf eine intensive Reise in die glorreichen 80er – schweißtreibend, laut und voller Herzblut.
Den Auftakt machte die SCORPIONS Tribute Band BLACKOUT, die den Spirit der frühen Scorpions mühelos ins Hier und Jetzt transportierte. Ohne Schnickschnack, dafür mit glühenden Amps, fetten Gitarrenriffs und einem unwiderstehlichen Groove, verwandelte die Band die Bühne in einen klassischen Rockschuppen. Ehrlich, tight und auf den Punkt – genau so, wie man sich handgemachten Rock wünscht.

Mit bekannten Gesichtern aus der Köln/Bonn-Region besetzt, Burkhard Franke an der Gitarre, Rolf Montenbruck an der zweiten Gitarre, Andi Buchholz am Bass und Till am Gesang, präsentierte BLACKOUT ein 15 Songs starkes Set, das keine Wünsche offenließ. Klassiker wie „Blackout“, „Big City Nights“, „No One Like You“, „Rock You Like a Hurricane“ und „Still Loving You“ wurden vom Publikum vom ersten Ton an gefeiert.

Nach dieser rockigen Zeitreise stürmten JUDAS RISING die Bühne und setzten noch einen ordentlichen Heavy-Metal-Nachschlag obendrauf. Wer die Ära vermisst, in der Rob Halford Judas Priest prägte, durfte an diesem Abend beruhigt die Pommesgabel heben. Das Bonner Quintett brachte den Geist der britischen Metal-Ikonen mit voller Wucht zurück: laut, leidenschaftlich und verdammt überzeugend.

Mit kraftvoller Stimme, messerscharfen Gitarrenriffs und einem gnadenlos tighten Rhythmus lebten JUDAS RISING Heavy Metal nicht nur, sondern atmeten ihn. Ob Klassiker wie „The Ripper“, „Electric Eye“, „Metal Gods“, „Victim Of Changes“ oder „Green Manalishi“, bis hin zu späterem Brett-Material wie „Nightcrawler“ vom Painkiller-Album: Die Interpretationen gingen weit über gewöhnliches Tribute-Niveau hinaus und bekamen eine ordentliche Portion JUDAS-RISING-DNA verpasst.
Mit einem wuchtigen Set von 17 Songs plus vier Zugaben zeigte die Band eindrucksvoll, warum sie für ihre Mischung aus Power, Spielfreude und authentischem britischen Heavy-Metal-Spirit steht. Die jahrelange Live- und Studioerfahrung aller Mitglieder war in jeder Sekunde spürbar. Druckvolle Riffs, groovige Parts und eine schweißtreibende Show sorgten für euphorische Gesichter – Nackenstarre am nächsten Morgen inklusive.
Unterm Strich lieferten BLACKOUT und JUDAS RISING einen Abend ab, der die Glückshormone aktivierte und das Kubana Siegburg in einen Hexenkessel aus Rock und Metal verwandelte. Ein Konzert, das eindrucksvoll bewies: Diese Musik lebt – und wie.
Text & Credits: Ralph Hauwetter
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