Am 13.Februar erschien die erste Single, die vorangeht. Ein Ding mit Pop und Brecheisen, mit Bock und Wachstumsschmerz. Und ein Ding mit Thema.
CHAMPAGNEREMPFANG SATT! kam zum Titel wie die Jungfrau zum Kinde. Irgendwo in der Notizen-App von Nicholas Müller (Gesang & Texte) hing noch die Erinnerung an eine klassische Landkaschemme fest. Eine echte Profikneipe. Von außen konnte man sehen, wie’s drinnen riecht: grauer Putz, alles ein bisschen schief, Dach könnte mal nachgeguckt werden, Asbest wahrscheinlich. Und trotzdem stand da ein Schild: CHAMPAGNEREMPFANG SATT! Wie zum Trotz. Ganz egal, wie’s von außen aussah – drinnen gab’s offensichtlich La dolce vita und den wahren Luxus.
Don’t judge a book by its cover. Aber was, wenn das Book sich unentwegt selber judget?
Die sogenannte körperdysmorphe Störung – auch Körperdysphorie – betrifft allein in Deutschland rund 2,5 Millionen Menschen. Menschen, die nicht glauben können, dass sie schön sind, selbst wenn sie es noch so oft hören.
Menschen, die glauben wollen, deren Blick in den Spiegel aber immer wehtut. Menschen, die sich allumfassend irgendwie verkehrt und hässlich fühlen – egal ob dick oder dünn, krumm oder gerade.
Nicholas Müller zählt sich zu diesen Menschen und sagt: Moin! Das hier ist euer Lied.
Und es ist auch euer Lied, wenn ihr einfach nicht mehr könnt, weil Social Media, Werbung und Arbeitsmarkt sagen, dass ihr jetzt gefälligst fit, toll und makellos zu sein habt. Habter nicht. Seid schön von innen.
Das ist überhaupt nicht so abgeschmackt, wie’s klingt.
Zusammen mit der Komposition von Sascha Eigner (Gitarre & Songs) und der Produktion von Andreas Weizel (Producer & grenzenloser Optimismus) wächst daraus ein Song, der gleichermaßen tanzt und wütet, der sich nach vorne und hinten wendet.
Ein Song mit einem guten Stück Essenz von Jupiter Jones. Ein sehr guter Einstand.
Bei Jupiter Jones war es in den letzten zwei Jahren die gute Sorte Blutvergießen Herzblut und so. Die Band hat an einem neuen Album gearbeitet, das sie ohne falsche Bescheidenheit bereits jetzt ihr bestes nennen möchte.
Sicher ist jedoch: „Ich trag den Sarg, Du trägst was Buntes“ ist das wichtigste Jupiter-Jones-Album ihrer bisherigen Bandgeschichte. VÖ.7.8.26
Text: Pressemitteilung
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