IRMIN SCHMIDT kündigt ein neues Album namens „Requiem“ an, das am 24. April 2026 über Mute / Future Days Music (Spoon) auf Vinyl, CD und digital erscheinen wird.
„Requiem“ ist ein Werk, das eine exquisite Balance zwischen von Menschenhand geschaffenen und von der Natur erzeugten Klängen findet. Das Album – das in zwei Abschnitten präsentiert wird – zeigt Irmin Schmidt am präparierten und unpräparierten Klavier, begleitet von Field Recordings, Geräuschen aus der Natur, die sein Zuhause in Südfrankreich umgibt.
„In der Natur“, erklärt Schmidt, „finde ich so viel Musik, und das wird zu einer Art Dialog“. Dieser nahm seinen Anfang mit dem Gesang einer Nachtigall, die er im Garten singen gehört hatte, und die er unbedingt aufnehmen wollte und so begann er, weitere Klänge – Wassergeräusche, Vogel- und Froschstimmen und Geräusche aus seiner Umgebung – in einer Art persönlichem Ritual aufzunehmen. Die Klaviermelodien, das die Geräusche begleitet – präpariert und unpräpariert –, entstanden spontan. In der Tradition der Aufnahmen von CAN wurden einige dieser spontanen Kompositionen später mit Hilfe seines langjährige Mitarbeiters René Tinner bearbeitet.
Schmidt, der dieses Jahr 89 Jahre alt sein wird, erklärt, dass „Requiem“ eine Arbeit über Erinnerung, Verlust und Gedenken ist. Das langsame Verschmelzen der Umgebungs- und Klavieraufnahmen schaffen in ihrer Bearbeitung einen liminalen Raum, der es den Zuhörer*innen ermöglicht, sich auf eine eigene, kontemplative Reise zu begeben.
Die präternatürliche, meditative Bewegung zwischen Schmidts Klavier und den Umwelt-Aufnahmen lässt sowohl gegenwärtige als auch ferne Erinnerungen aufleben, deren Symbiose eines der vielleicht bewegendsten Werke Schmidts überhaupt hervorbringt.
Über Irmin Schmidt:
Nach einer umfassenden klassischen Ausbildung als Pianist, Dirigent und Komponist bei Stockhausen und Ligeti, gründete Irmin Schmidt Ende der 60er Jahre die Band CAN, die klassische Neue Musik mit Rock und Jazz verband. Neben seiner Arbeit mit CAN hat Schmidt über ein Dutzend Soloalben veröffentlicht und eine Oper namens „Gormenghast“ geschrieben, die auf den Romanen von Mervyn Peake basiert. Die Oper, die 1998 uraufgeführt wurde, wurde kürzlich an der Oper Linz in Österreich erneut inszeniert.
Für seinen Beitrag zu Kunst und Kultur wurde er in Frankreich mit der höchsten Auszeichnung, dem „Chevalier de l’Ordre des Arts et des Lettres“, und in Deutschland mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet.
2018 veröffentlichte Faber Social „Can – All Gates Open“, ein zweiteiliges Buch – der erste Teil ist eine Biografie von CAN, geschrieben von Rob Young, und der zweite Teil heißt„Can Kiosk“, eine Collage aus Tagebucheinträgen und Interviews, herausgegeben und geschrieben von Irmin Schmidt.
Sein neues Album „Requiem“ folgt auf „5 Klavierstücke“ aus dem Jahr 2018, ein Klavierwerk mit präpariertem und unpräpariertem Klavier. Es folgte 2020 „Nocturne“, ein Live-Album, das seinen Auftritt beim Huddersfield Contemporary Music Festival dokumentiert.
Text: Pressemitteilung
Erzählt von uns: