Wir schreiben das Jahr 1648 im kleinen bayerischen Dorf Mainburg. Am Ende dieses Jahres werden dort 18 Kinder verschwunden sein, wie man im „Mainburger Heimatbuch“ (Paul Nappenbach, 1954, Weinmayer Verlag) nachlesen kann. Über drei dieser Kinder erzählt „Hunzgrippe“ in der neuen Single „Die toten Kinder vom Bräu“ eine ganz traurige Geschichte.
Durch Leichtsinn kommen die drei Jungen ums Leben – unglücklich begünstigt durch den hiesigen Brauer und sogar vom eigenen Vater. Die Mutter war den Kindern bereits vorausgegangen, dann kam die Zeit und das Unglück nahm seinen Lauf.
Eine düstere Erzählung und ein schwer schicksalhafter Verlauf, weit weg vom Happy-End, entpackt aus einer beinahe unbekannten Überlieferung entfalten eine Geschichte, die lange nachhallt und die Schatten einer längst vergangenen Zeit hörbar macht.
Drei Kinder tollen auf dem Gelände der damaligen Brauerei, die ein paar Hundert Jahre später namentlich zum bis heute bekannten „Winklerbräu“ wurde. Und geprägt durch Leichtsinn und Unachtsamkeit der Buben sowie des verantwortlichen Brauers kommt es in der Malzdarre zu einem folgenschweren Unglück, wo selbst der Vater der Kinder eine unrühmliche Rolle spielt.
Für die für „Hunzgrippe“ ungewöhnliche Orchestrierung des Stücks zeichnet sich Bogdan Babiyuk verantwortlich. Bogdan Babiyuk ist ein ukrainischer Musikkomponist mit langjähriger Erfahrung in cineastischer, orchestraler und emotional getragener Musik in den Bereichen Film, Trailer und Video-Games. Genau deshalb fragte „Hunzgrippe“ das Ausnahme-Talent an, das auf einer Gitarre akustisch entstandene Stück in ein emotionales Orchester-Stück zu verwandeln. Und Babiyuk sagte nach Hören des Demos und der Geschichte darüber sofort zu.
„Die toten Kinder vom Bräu“ ist vermutlich das bis dato emotionalste Musikstück aus dem Hause „Hunzgrippe“, mit einer spannenden Geschichte, die von vielen Fragezeichen umgeben wird und doch so viel zu erzählen hat.
Anmerkung:
Die spätere Reprise „Der Brauer“ (ein weiterer Titel des Albums) enthüllt schließlich die Ursache der Tragödie und verleiht der Geschichte eine unheimliche Tiefe, die Vergangenheit und Gegenwart eng miteinander verknüpft.
Text: Pressemitteilung
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