In der intimen Konstellation eines Trios erzählen Grandma’s Ashes von einem Pariser Alltag, der durch Gewalt und emotionale Kälte gezeichnet ist. Befreit durch die rohe Live-Energie des Rock, verschmelzen die drei Musikerinnen in ihren explosiven Shows mit dem Publikum und sprengen dabei gängige Darstellungsmuster. Ihr Sound, den sie heute als Alternative Goth Rock definieren, ist eine Einladung zur Katharsis. Nach ihrer ersten EP „The Fates“ (2021) und dem Debütalbum „This Too Shall Pass“ (2023) – das sie auf renommierte Bühnen wie das Hellfest, das Motocultor oder die Francofolies führte – steht die Band nun vor ihrem bisher radikalsten Kapitel.
Das am 27. März 2026 erscheinende zweite Album „BRUXISM“ markiert den Übergang von der romantischen Poesie hin zu einer ungeschönten, fast schon fleischlichen Realität. Der Titel – eine Referenz an das unbewusste Zähneknirschen – fungiert als Metapher für den täglichen Stress und die Ohnmacht in einer kollabierenden Welt. „Alles begann mit dem Song Sufferer, der dieses fast opferhafte Gefühl der Hilflosigkeit beschreibt, das man gegenüber gestressten Menschen in der Metro oder im Arbeitsalltag empfindet“, erklärt das Trio. Aus dieser Beobachtung entwickelte sich eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Mikroaggressionen, psychischer Gesundheit und den gewaltvollen Aspekten moderner Existenz – von familiären Konflikten bis hin zu einem gestörten Verhältnis zum eigenen Körper.
Musikalisch bricht „BRUXISM” mit den Stoner-Wurzeln der Vergangenheit und wendet sich einer härteren, direkteren Klangsprache zu. Unter der Leitung des kanadischen Toningenieurs Jesse Gander, der durch seine Arbeit für Brutus bekannt wurde, entstanden in den Brüsseler ICP-Studios Kompositionen, die sich zwischen Industrial-Einflüssen und Grunge bewegen. Die Band selbst beschreibt ihre neue Palette als „eine Gothic-Version von Kate Bush, angesiedelt zwischen der Düsternis von The Cure und der Wucht von Korn“. Während Stücke wie „Cold Sun Again” oder „Empty House” gezielt für die Dynamik der Live-Bühne konzipiert wurden, offenbaren Tracks wie „Flesh Cage” oder „Dormant” eine neue, metallische Facette: Erstmals setzt Sängerin Eva gezielte Growls ein, um das gequälte Moment der Texte zu unterstreichen.
Auch visuell untermauern Grandma’s Ashes diesen Wandel. Das von Elisa Grosman gestaltete Artwork sowie die begleitenden narrativen Clips greifen verstörende Themen wie Industrialisierung und mechanische Zerstörung auf. Die Texte fungieren dabei als Sprachrohr einer Generation, die von „Eco-Anxiety“ und dem rasanten Abbau demokratischer Rechte getrieben wird. Mit „BRUXISM” liefern Grandma’s Ashes somit nicht nur ein Album, sondern auch ein hochrelevantes Zeitzeugnis ab – eine hybride, moderne Antwort auf die Herausforderungen einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.
Tourdaten:
07.03.2026 (BE) Brüssel, La Source
15.03.2026 (BE) Liège, Tumult
07.04.2026 (DE) Hannover, Cafe Glocksee
08.04.2026 (DE) Nürnberg, Stereo
09.04.2026 (DE) Göttingen, Exil
10.04.2026 (DE) Alfeld (Leine), Kuba
11.04.2026 (DE) Clausthal-Zellerfeld, Kellerclub im Stuz
13.04.2026 (DE) Mainz, Kulturcafé
14.04.2026 (DE) München, Backstage
15.04.2026 (DE) Karlsruhe, Alte Hackerei
16.04.2026 (CH) Winterthur, Gaswerk
17.04.2026 (DE) Neu-Ulm, Gold
18.04.2026 (AT) Wien, Arena
20.04.2026 (DE) Berlin, Schokoladen
21.04.2026 (DE) Dresden, Ostpol
22.04.2026 (DE) Hamburg, Kent Club
24.04.2026 (DE) Krefeld, Kulturrampe
25.04.2026 (DE) Köln, Garagen
Text: Pressemitteilung
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