ED MOTTA veröffentlicht „Toc-Toc“, den Titeltrack des gleichnamigen Albums auf MPS!

Nach über einem Jahrzehnt, in dem Ed Motta englischsprachiges Repertoire komponierte, kehrt er nun wieder zu portugiesischer Sprache zurück – mit einem Sound, der vom Elektro-Funk der 1980er-Jahre inspiriert ist.

Ed Motta ist seit dreieinhalb Jahrzehnten einer der erfolgreichsten Sänger Brasiliens. In seiner langen Laufbahn hat der Koloss von Rio, wie er in seiner Heimat liebevoll genannt wird, verschiedenste Stile von Bosa Nova über Hardrock, Funk, Soul, Jazz und Fusion bis hin zu diversen Aggregatzuständen von Pop in sich aufgesogen und immer wieder zu neuen Kombinationen geführt, die sich durch seine ebenso sanfte wie eindringliche Stimme zu einer unverwechselbaren Einheit bündeln. Mit seinem neuesten Opus Toc Toc wagt er nun unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ einen Neuanfang.

Genau genommen handelt es sich um eine Reise durch Zeit und Raum oder besser gesagt durch viele Zeiten und ebenso viele Orte. Da ist zum einen das Echo vieler großen Legenden der brasilianischen Popmusik seit den 1960er Jahren bis in die Gegenwart, aber die Songs umfangen auch Momente von Funk, Synth Pop und Electronica. All das destilliert Motta zu einem Statement für die Gegenwart, bei dem er die angestammten Rollen von Vergangenheit und Zukunft einfach austauscht.

Konkret ging es Ed Motta darum, zwei völlig unterschiedliche Bereiche der gegenwärtigen Musik miteinander in eine stringente Einheit zu bringen. „Elektronische Musik und klassisches Songwriting schließen sich normalerweise aus“, erklärt Motta. „Ich wollte einen Weg finden, diese beiden Musikformen auf unerwartete Weise miteinander zu verknüpfen. Es ist keine elektronische Musik per se, weil meine Songs einer anderen Dramaturgie folgen, aber alles ist mit einer Drum Machine und einem Bass-Synthesizer eingespielt. Ich möchte mit meinen Songs an einen Platz gelangen, den es bislang nicht gibt.“

Es gibt kaum eine andere Stimme im Universum, die so wohltuend einfühlsam auf das menschliche Befinden einwirkt wie das Timbre von Ed Motta. Und doch ist er ein stiller Rebell, der sich über alle musikalischen Formeln und merkantilen Regeln hinwegsetzt. Nichts liegt dem Brasilianer ferner, als auf ausgetretenen Latin-Pfaden, welcher Couleur auch immer, zu wandeln. Tief in seinem Herzen bleibt Motta ein passionierter Songwriter, die Electronics auf dem neuen Album sind hingegen die Tücher, in die er seine Imagination kleidet. Das Feeling seiner Songs bezieht sich vor allem auf den komprimierten Funk der späten Siebziger, frühen Achtziger. Motta nennt amerikanische Seventies-Ikonen wie Cameo oder die S.O.S. Band, um den Ausgangspunkt seiner Inspiration zu illustrieren.

„Als Teenager war ich von dieser Musik unfassbar beeindruckt, und heute suche ich wieder nach dieser Energie“, so Motta. „Ich schaue zurück, um nach vorn zu gehen. Es ist ein Spiel mit Erinnerung. Damals lief diese Musik unentwegt im Radio. Bevor ich anfing, Platten zu sammeln, war das Radio mein Haupteinfluss. Das ist längst Vergangenheit, aber das Leben geht weiter. Ich muss neue Formen finden, diese Energie zurückzuholen.“

Ed Motta vermisst in der gegenwärtigen Pop-Musik qualitativ hochwertiges Songwriting, wie es in seiner Jugend an der Tagesordnung war. Er will die Musik der Vergangenheit nicht rekonstruieren. Im Gegenteil, er sucht nach neuen Ansätzen für sich selbst. Der Aspekt des Songwritings ist für ihn derart zentral, dass er das Album weitgehend im Alleingang einspielte. Er will den Hörern ein Zuhause geben. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ging er mit den Aufnahmen nicht in ein Studio, sondern nahm das komplette Album solitär in seiner Wohnung auf. „Ich bin es gewohnt, mit vielen Musikern im Studio zu arbeiten. Ich habe auf meinen Platten bisher mit Legionen von Bläsern, Streichern, Sängern und Perkussionisten gearbeitet. Auf der neuen Platte wollte ich genau in die entgegengesetzte Richtung gehen und etwas Minimalistisches, Reduziertes zu Gehör bringen. Auch wenn ich alles elektronisch aufgenommen habe, sollte es die Anmutung eines Trios mit Piano, Bass und Drums bekommen. Im Mittelpunkt sollte immer der Song selbst sein.“

Motta nennt „Toc Toc“ ein Pop-Album mit einem Jazz-Einfluss. Die melodischen und harmonischen Verläufe können den Jazz-Einfluss nicht verleugnen, aber wie alles in der Musik des sanften Riesen ordnen sich auch diese Aspekte diskret den Songs und Mottas ureigenem Idiom unter. Obgleich ein Gigant in der brasilianischen Musikszene und weltweit ein gefeierter Star, ist und bleibt Ed Motta einer der bescheidensten und demütigsten Künstler auf diesem Planeten. Er will niemanden belehren oder herausfordern, und auch wenn er für sich selbst stetig nach neuen Horizonten sucht, bringt er alles im Sinn seiner Hörerschaft in Einklang. Er singt über Liebe und zwischenmenschliche Situationen, porträtiert Städte und erlaubt sich hin und wieder einen ironischen Unterton. „Auf meinen früheren Platten suchte ich oft nach einer komplexen Erzählweise. Nicht so auf diesem Album. Ich will die Dinge einfach und leicht nachvollziehbar gestalten. Es ist wirklich eine waschechte Sommer-Sonnen-Platte“, lacht Motta. „T-Shirts, Strand und Piña Colada. Ich will einfach einen Haufen Gepäck loswerden, mit dem ich mich in den letzten Jahren rumgeschleppt habe.“

Es mag banal, vielleicht sogar vermessen anmuten, aber Ed Motta will in seinen Liedern nicht weniger, als das Sonnenlicht einfangen. Und dank seiner einzigartigen Persönlichkeit gelingt ihm das sogar. „Toc-Toc“ bedeutet im Brasilianischen soviel wie Klopf Klopf. Ed Motta klopft an die Tür des Lebens und bittet um Einlass. Wollte man „Toc-Toc“ mit einem einzigen Satz zusammenfassen, dann wäre es eine zärtliche Liebeserklärung an die Schönheit der Welt.

Das Album erscheint als CD, LP und digital (high-res und ATMOS) bei MPS. Digitale Veröffentlichung: 25.09.2026. Physische Veröffentlichung: 16.10.2026. Hier vorbestellen: https://MPS.lnk.to/Toc-Toc

Text: Pressemitteilung

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