Dr. Pop Special – Der Klavierabend mit Dr. Pop – Mitsingen erwünscht – 28.08.2026 -Pantheon Bonn

Hinter Dr. Pop steckt Markus Henrik. Er ist Musikkabarettist, Autor und promovierter Musikwissenschaftler und verbindet auf der Bühne Stand-up-Comedy mit faszinierendem Musikwissen und bekannten Song-Samples.

Mir ist er bekannt durch TV-Auftritte und mein Interesse wurde geweckt, ob sich mit solchen Themen ganze Abende nicht nur füllen lassen, sondern auch der Unterhaltungswert stimmt.
Tatsächlich spricht er verschiedene Themengebiete an und verbindet diese geschickt miteinander. Er kann gekonnt überleiten und Themen oder den Fokus wechseln, ohne das Brüche entstehen. Ebenso schafft er es die Spannung und den Unterhaltungswert so zu halten, dass man gut mitkommt aber eben auch nicht den Faden verliert. Er widmet sich an diesem Abend diversen Tasteninstrumenten, er hat sie auf der Bühne dabei und führt sie vor. Wir singen alle zusammen die Klavier-Ballade „Angels“ von Robbie Williams und stimmen bei diversen Samples meist zum Refrain ein.

Er taucht aber auch tiefer in die Thematik ein, zeigt uns Fehler, die während der Aufnahmen entstanden und (bewusst?) drin geblieben sind. Ein Beispiel zum Nachprüfen? Bitte sehr:
Bei „Roxanne“ von The Police kurz nach dem Einsatz des Basses klingt nämlich ein etwas schiefer Klavierakkord. Frontmann Sting soll sich hierbei versehentlich während der Aufnahme auf das Klavier im Studio gesetzt haben, wodurch der Klang entstand. Sogar seine Reaktion, ein kurzes Lachen, lässt sich in der fertigen Aufnahme noch hören.

Ebenso widmet er sich dem Thema, wie man Texte missversteht oder was man glaubt zu hören. Ein Phänomen, was wohl jeder von sich selbst kennt und wo man sich erwischen kann. Enenso lässt er einen Blick in seine Plattensammlung werfen, welche sich ähnlich sehen, vom Genre her, jedoch nicht weiter voneinander weg sind.

Autotune wird auch vom Publikum in den vorderen Reihen getestet, do dass der Einsatz mal hautnah mitzuerleben und nachzuempfinden ist.

Und so gelingt es Dr. Pop uns in rund zwei Stunden einiges beizubringen, ohne dass es sich wie in der Schule anfühlt. Ein kurzweiliger, informativer Abend, den man sich durchaus öfter geben kann.

Text: Jan Rombout

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