Breaking Benjamin sind eine Band aus Pennsylvania, die einen Sänger mit Flugangst in ihren Reihen hat. Dies dürfte mit ein Grund sein, warum der letzte Auftritt in Deutschland rund zehn Jahre zurückliegt. Als dies bekannt wurde, dass die Tour auch in Deutschland Halt machen wird, waren die Shows für Hamburg und Köln auch direkt ausverkauft.
Gerade in Köln hätte bei diesen heißen Temperaturen eine größere Location Sinn gemacht, da es extrem warm, stickig und eng in der Halle ist, bleibt und immer mehr wird. In den Abend starten allerdings der Support Return to Dust, die mit gutem Alternative Rock mit einer Prise Grunge, auf sich aufmerksam machen. Größtenteils oberkörperfrei und tätowiert versucht das Quartett (2x E-Gitarre, Bass sowie Schlagzeug)), Köln um den Finger zu wickeln. Und es gelingt. Mit dem Mix aus Schüchternheit und Zurückhaltung im Gesang, Höflichkeit und Demut in den Ansagen und starken, prägenden Riffs ist ihnen schnell die Gunst sicher. Als sie ein Cover von Hey Ya von OutKast spielen, sind Kenner entzückt, denn sie arrangieren dies deutlich langsamer als Ballade, sodas dies bestimmt nicht von Allen auf Anhieb erkannt wird.
Setlist Return to Dust:
Black Road
Shine
Face Down
Sweet Escape
Hey Ya! (Cover von OutKast)
Bored
Belly Up
Nach dem Gig heißt es Türen auf und Durchzug, auch wenn es danach heiß und rockig weitergeht. Rock, Metal und Nu Metal geben sich die Hand und das Publikum freut sich und geht mit. Der Sound ist ok, Gitarren und Gesang sind gut abgemischt, wenn das Tempo anzieht, leidet der Sound insgesamt halt etwas. Im gemischten Publikum sowohl vom Geschlecht und Alter sind alle erstaunlich
textsicher und ich kann spüren, wie sehr das Publikum diese Chance auf einen Live-Gig herbeigesehnt hat. Sie verausgaben sich mit Gesang und Jubel mindestens so wie die Bandmitglieder. Diese sind stets höflich, dankbar und demütig, lassen jedoch ansonsten eher die Songs für sich sprechen.
Mit dem wohl erfolgreichsten Song „The Diary of Jane“ in der Bandgeschichte beenden Breaking Benjamin nach 75 Minuten und ohne Zugaben ziemlich abrupt ihre Show. Wer aus der Hitze entkommen will, für den ist es erlösend, für einenwaschechten Fan hätte es gern noch etwas mehr sein können.
Setlist Breaking Benjamin:
I Will Not Bow
Until the End
Evil Angel
Crawl
Red Cold River
Blow Me Away
Follow
Angels Fall
You
So Cold
Polyamorous
Dear Agony
Something Wicked
Breath
Awaken
Failure
Dance With the Devil
The Diary of Jane
Text: Jan Rombout
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