Wenn der Veranstalter schon die Presse darauf hinweist, dass das Konzert trotz eh frühen Beginns nochmals um 15 Minuten vorverlegt wird, dann muss man sich beeilen. Und so ist bereits um 19 Uhr das Palladium extrem voll und auch auf der Tribüne für Rollstuhlfahrer wird sich zusammengekuschelt. Warum auch immer, ergattere ich trotzdem einen Platz in der ersten Reihe.
Es dauert nicht lang, da geht das Licht aus und der Band Better Joy gehört die Bühne. Es sind rauere, gitarrenlastigere Töne bei der Band aus Manchester, als man es bei einem Support für Amy Macdonald vermuten würde. Trotzdem gewinnen Better Joy in ihrem rund 30-minütigen Gig viele Sympathien für den Mix aus melancholischen aber auch nach vorne gehenden Tönen.
Setlist THE BETTER JOY:
Carnival
What a day
This part of town
Quiet thing
Steamroller
Plugged in
Waiting on Time
Dead Plants
Auch danach geht es zügig weiter, hektisch und dadurch ungemütlich wird es jedoch nicht Nach kurzer und knapper Umbaupause steht die Schottin mit fünf weiteren Musikern auf einer zweistöckigen Bühne, so dass drei oben und drei unten stehen. Der Sound der Instrumente ist für das Palladium im Vergleich erstaunlich gut, leider jedoch nicht der Sound von Amys Stimme, da sie eine Erkältung plagt. Trotzdem bemerkenswert, wie gut sie noch die Töne trifft. Ebenso beachtlich ist es, was in dem 90-Minütigen Gig alles passiert. Ganze 18 Songs werden live gespielt, wovon mit fünf Stücken ihr Album „This Is The Life“ den größten Anteil trägt, nahezu jeder Hit wird gespielt. Lediglich „Run“ muss wegen der Erkältung weichen. Es bleibt trotzdem Zeit für schottischen Smalltalk und dass sie ein Duett mit jemandem aus dem Publikum singt.
Amy fühlt sich spürbar wohl, gibt sich offen und genießt im Gegenzug die Nähe und Sympathien, die ihr die Fans entgegenbringen. Ihre Beliebtheit ist ja zuletzt auch wieder angestiegen. Davor die Tour spielte sie noch im benachbarten E-Werk, jetzt ist immerhin das Palladium stark ausverkauft. Ihr Erfolg begründet sich in eingängigen Melodien und Musik auf die sich viele einigen können und eine empathische und bodenständige Art. So bricht sie auch sofort einen Song ab, als ein Besucher medizinische Versorgung benötigt. Amy selbst scheint nichts aus der Ruhe zu bringen. Das Konzert endet nach 90 Minuten gegen 21:30 Uhr und ist heißer Anwärter auf das früheste Konzertende 2026. Aber reingepasst hat eben trotzdem alles. Dafür danke Amy!
Zu erleben ist sie in der Nähe von Köln nochmal im Sommer: Am 19.08.26 auf dem Open Air Gelände, dem Kunst!Rasen Bonn sowie am 25.08.26 beim Zeltfestival Ruhr in Bochum.
Setlist Amy Macdonald:
Is This What You’ve Been Waiting For?
Dream On
The Hudson
Spark
Mr. Rock & Roll
Fire
Pride
Don’t Tell Me That It’s Over
I’m Done (Games That You Play)
Slow It Down
Poison Prince
Can You Hear Me?
Statues
Barrowland Ballroom
This Is the Life
We Survive (Acoustic solo)
The Glen (Beluga Lagoon cover)
Let’s Start a Band
Text: Jan Rombout
Erzählt von uns: