Die zweite Single der Kölner Band Keshavara, »Oracular«, klingt wie eine Zugfahrt zwischen Deutschland und Indien. Während die zwölfsaitige Akustikgitarre und Keshav Purushothams psychedelisch-folkiger Gesang aus dem Abteilfenster blicken, läuft Christopher Martins Bass auf den Schienen. Rhythmusmaschine und scheppernde Drums treiben den Zug voran, begleitet von Farfisa, Stringmachine, Spoken Word und Synth-Katzen-Echos, die aus der vorbeiziehenden Landschaft herüberwehen.
Nach der sonnendurchfluteten Disco-Euphorie der ersten Single »Pambu Mookan Uncle« geht die zweite Single-Auskopplung »Oracular« einen ähnlichen Weg, baut mit ihren jubilierenden Flöten, der zwölfsaitigen Akustikgitarre und dem himmelhochjauchzenden Chorus allerdings den psychedelischen Aspekt so zuckersüß aus, dass sie sich in die Gehörgänge fräst, wie ein Rudel Gibberish plappernder Mykoniden auf schwebenden Hovercraftbaggern, die auf dem Weg zum Ziel immer wieder halsbrecherisch um die Breaks von Drummer Niklas Schneider herumkurven.
Nachdem Keshavara zwei Jahre kreuz und quer durch Europa getourt waren, bündelten sie im bandeigenen Satori Sound Studio die Energie ihrer Live-Konzerte und folgten ihrem dritten Ohr. Dort hatten sich über die Jahre die nötigen Werkzeuge angesammelt: Ein analoges Mischpult, obskure alte Mikros und Instrumente, Stringmachines, Tape Echos, sowie Unmengen an eigenartigen Percussion-Gerätschaften.
Das Ergebnis ist das vierte Album »Moondram Sevi« (Tamil für »das dritte Ohr«), und es erscheint am 9. Oktober auf Papercup Records auf Standard Vinyl sowie digital. Es ist ein Album, das vertraut und gleichzeitig aufregend anders klingt. Wie das kommende Album hat auch »Oracular« in seiner kaleidoskopischen Bildkraft und rauschhaften Fabulierfreudigkeit etwas Cineastisches. Psychedelic Folk und Krautpop werden hier zum Soundtrack einer Zugfahrt, die als Hippie-Daydream beginnt und schließlich in einem Film landet, der niemals gedreht wurde.
Und mag diese Musik auch noch so filmisch daherkommen, so bleibt sie doch immer tanzbar: Denn »Moondram Sevi« ist Kopfkino für die Füße.
Live Dates 2026/2027:
16.10.26 Stuttgart, Merlin
17.10.26 Aarau, KIFF (CH)
24.10.26 Luxemburg, DGW (LUX)
25.10.26 Breda, Mezz (NL)
29.10.26 Düsseldorf, Schleuse Zwei
01.11.26 Hamburg, Nachtasyl
02.11.26 Kopenhagen, Ideal Bar (DK)
03.11.26 Hannover, Cafe Glocksee
06.11.26 Mainz, schon schön
07.11.26 Dresden, Super Fest Ostpol
08.11.26 Potsdam, Waschhaus
17.02.27 Nürnberg, Z-Bau
18.02.27 München, Milla
19.02.27 Wien Arena (AT)
20.02.27 Erfurt, Franz Mehlhose
Text: Pressemitteilung
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