DINOSAUR JR. präsentieren mit „Blowin’ Up“ die zweite Single aus ihrem kommenden Album „There Near“, das am 28. August via Jagjaguwar erscheint. Nach der ersten Single „Several Got Away“, die FLOOD als „eine kraftvolle, punkige Hymne voller kratziger Gitarren und Sehnsucht“ beschreibt, stammt „Blowin’ Up“ als einer von zwei Songs auf „There Near“ aus der Feder von Lou Barlow.
Musikalisch wirkt der Song zwar etwas zurückhaltender, doch seine Texte lesen sich wie präzise und hochaktuelle Angriffe auf das gegenwärtige politische Regime. Wie so oft bei Lou Barlow stehen eingängige Melodien in spannendem Kontrast zu seinen messerscharfen Texten.
„There Near“ ist das sechste Studio-Album, das DINOSAUR JR. seit ihrer gefeierten Wiedervereinigung vor 20 Jahren aufgenommen haben. Zwar gab es seit „Sweep It Into Space“ vor fünf Jahren einige Live‑Veröffentlichungen und Archivsammlungen, doch nichts kommt an ein komplett neues Album voller frischer DINO‑Songs heran. Und auf „There Near“ stehen sämtliche Regler auf Anschlag.
Das Album entstand in kurzen, intensiven Arbeitsphasen über den Zeitraum eines Jahres hinweg in den Bisquiteen Studios in Amherst. Aufgenommen wurde es nahezu vollständig vom Kerntrio der Band: Schlagzeuger Murph, Bassist und Sänger Lou Barlow sowie Gitarrist und Sänger J Mascis. Unterstützung kam lediglich durch einige Piano- und Orgelparts von Ken Mauri. Das Ergebnis entfaltet von Anfang bis Ende eine enorme Wucht.
Der Gitarrensound von Mascis klingt auf „There Near“ noch ursprünglicher und animalischer als gewohnt, was möglicherweise auch an einem kürzlich erworbenen Mesa Boogie MK 1‑Verstärker aus den 1970er‑Jahren liegt. „Ich habe denselben Verstärker gekauft, den Chris Dixon hatte, als wir unser erstes Album aufgenommen haben“, erklärt Mascis. „Chris hat uns damals bei sich zu Hause mit genau diesem Amp aufgenommen. Er hat einen wirklich interessanten Klang, den ich schon lange nicht mehr hinbekommen habe. Genau zu diesem Sound wollte ich auf diesem Album zurück.
Die ROLLING STONES begannen in den 70ern Mesa Boogies zu benutzen, nachdem sie SANTANA damit gehört hatten. Danach machten es THE CLASH nach und so weiter. Mit den späteren Modellen wurde der Sound zunehmend Metal-lastiger. Aber der MK 1 klingt wie ein aufgemotzter Fender. Man hört immer wieder, dass Rick Rubin Bands dazu bringt, ihr erstes Album zu hören und zu sagen: Lasst uns wieder zu diesem Sound zurückkehren. Also habe ich mir seinen Rat einfach selbst gegeben.“
Auf die Frage nach der oft schwer greifbaren Bedeutung seiner Texte antwortet Mascis: „Wenn ich einen Song schreibe, weiß ich oft selbst nicht genau, worum es darin geht. Ich schätze, die Bedeutung zeigt sich irgendwann von allein. Ich verwende einfach die Worte, die funktionieren. Vieles wird auch von irgendeinem esoterischen Kram beeinflusst, den ich gerade lese. Ich versuche, nicht zu viel darüber nachzudenken. Mich nervt es, dass Spotify inzwischen alle Songtexte anzeigt. Wo bleibt da der Spaß?“
Mit „There Near“ setzen DINOSAUR JR. ihre Reihe von mittlerweile zu Klassikern mutierten Alben fort. Die neuen Songs dürften mit ihren gewaltigen Riffs live ebenso eindrucksvoll funktionieren wie die Klassiker des Bandschaffens. Bis die Band wieder auf der Bühne zu erleben ist, wird „There Near“ ein treuer Begleiter sein. Je näher, desto besser.
Text: Pressemitteilung
Erzählt von uns: