„Hollow Rooms“ ist die erste Single und das erste Video aus dem kommenden Musa-Dagh-Album „Endurance“ — und zugleich die erste Veröffentlichung der neuen Besetzung um Aren Emirze, Safi (Gesang/Bass) und Martin Kessler.
Zwischen majestätischer Schwere, massiven Gitarrenflächen und schwebender Atmosphäre entfaltet sich ein Song, der zugleich fragil und hymnisch wirkt. Das zentrale Riff trägt eine fast archaische Wucht in sich, während Safis Stimme dem Song eine neue emotionale Spannung verleiht.
„Hollow Rooms“ öffnet den Klangkosmos von Musa Dagh weiter als je zuvor. ichts ist so beständig wie der Wandel.
Kaum eine Band verkörpert diesen Gedanken derzeit so konsequent wie Musa Dagh. Die Formation um Aren Emirze bewegt sich seit dem selbstbetitelten Debüt von 2021 durch die Zwischenräume von Noiserock, Alternative und Post-Hardcore – laut, sperrig, emotional aufgerissen und zugleich getragen von einem feinen Gespür für Dynamik, Atmosphäre und Melodie.
Der Bandname verweist dabei auf den historischen Kontext des armenischen Genozids und bildet einen leisen, aber prägenden Resonanzraum im Selbstverständnis der Gruppe.
Von Anfang an wirkt Musa Dagh weniger wie eine klassische Band als ein offener Prozess. Keine feste Konstruktion, sondern ein Zustand permanenter Bewegung. Unterschiedliche musikalische Erfahrungen, Persönlichkeiten und Energien treffen hier aufeinander, verschieben sich gegenseitig und erzeugen genau daraus jene Spannung, die zum Kern dieser Musik geworden ist.
Schon die ersten Aufnahmen entstanden aus dieser Offenheit heraus. Begegnungen und Arbeitsphasen mit Thomas Götz, Sascha Madsen und Aydo Abay wirkten dabei weniger wie klassische Kooperationen, sondern eher wie Reibungsflächen, die den Sound immer wieder neu ausrichten. Musa Dagh klangen nie nach Stillstand – jede Verschiebung öffnete neue Räume.
Mit „Endurance“ tritt die Band nun in eine neue Phase ein. Die Veränderung wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine Erweiterung dessen, was Musa Dagh immer ausgemacht hat: Bewegung, Offenheit und Transformation.
Dass Safi schließlich nicht nur singt, sondern auch Bass spielt, war ursprünglich nicht geplant. Erst im Proberaum kam auf Anregung von Moses Schneider die Idee auf, den Sound um Bass zu erweitern. In diesem Moment öffnete sich für Musa Dagh ein neuer Raum. Nachdem die ersten beiden Alben weitgehend ohne Bassfundament entstanden waren, bekam die Musik plötzlich eine neue physische Tiefe und Körperlichkeit.
Safi selbst beschreibt die Entstehung von „Endurance“ als „Rückwärtsexplosion“. Die Songs seien bereits da gewesen, hätten sich durch die neue Konstellation jedoch verdichtet – „als hätten sie nur darauf gewartet, erweckt zu werden“. Entsprechend übernimmt sie neben dem Gesang auch den Bass. Ihre Stimme wirkt dabei nicht als klassische Front, sondern als zusätzliche Spannungsebene – mal fragil, mal direkt, mal konfrontativ.
Gemeinsam mit Martin „Dog“ Kessler entsteht so eine neue rhythmische Architektur innerhalb von Musa Dagh. Der Frankfurter Schlagzeuger, zuvor unter anderem bei Abwärts aktiv, spielt nicht nur, er treibt – konstant, motorisch, physisch.
Text: Pressemitteilung
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