Von der Band Cream erscheint das Album „Wheels Of Fire“ am 12. Juni in einer neuen 5CD Deluxe Edition und einer 3LP Expanded Studio Edition!

Am 14. Juni 1968 veröffentlichten Cream ihr drittes Album, „Wheels Of Fire“, das den kreativen Höhepunkt einer der einflussreichsten Bands der Musikgeschichte auf einer Studioaufnahme und einem mitreißendes Live-Set festhielt. Sechsundzwanzig Tage später gaben sie ihre Auflösung bekannt. Zu diesem Zeitpunkt war das Album noch nicht einmal in der Heimat der Band, Großbritannien, erschienen. Es sollten noch zwei weitere Wochen vergehen, bis dies geschah, was Musikhörer auf beiden Seiten des Atlantiks sowie unzählige Fans auf der ganzen Welt zugleich fassungslos, begeistert und verwirrt zurückließ.

Fast 60 Jahre später erscheint das Album in einer aufwendigen Neuauflage, die erstmals die jahrzehntelang als verloren geglaubten Original-Mono-Bänder, Outtakes, alternative Abmischungen, Live-Aufnahmen sowie eine neu restaurierte Stereoversion enthält. Bei der neuen Stereoversion wurde der 1968 auf dem Album angewendete Haeco-CSG*-Prozess, der das ursprüngliche Stereobild verzerrte, entfernt.

Cream war ein äußerst einflussreiches britisches Rock-Power-Trio, das 1966 in London gegründet wurde und weithin als die weltweit erste Supergroup gilt. Die Band bestand aus drei Virtuosen, die als die „Crème de la Crème“ der Londoner Musiker galten: Jack Bruce (Bass & Leadgesang), Eric Clapton (Gitarre & Gesang) und Ginger Baker (Schlagzeug & Gesang). Die drei hatten bereits in anderen namhaften Gruppen Erfolg gehabt, darunter The Yardbirds, John Mayalls Bluesbreakers, Manfred Mann und The Graham Bond Organisation.

Die ersten beiden Alben der Band, „Fresh Cream“ (1966) und „Disraeli Gears“ (1967), waren große Erfolge, wobei letzteres auf beiden Seiten des Atlantiks die Top 5 erreichte, was bedeutete, dass die Erwartungen an „Wheels Of Fire“ hoch waren. Das Album wurde am 14. Juni 1968 in den USA bei Atco veröffentlicht, die britische Veröffentlichung bei Polydor folgte am 9. August. Es war sofort ein Riesenerfolg, erreichte Platz 3 in Großbritannien und Platz 1 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien und wurde zum weltweit ersten Doppelalbum, das Platin-Status erreichte. Am 10. Juli gab die Band jedoch bekannt, dass sie sich bis zum Jahresende auflösen würde, und begründete dies mit einem Verlust der Orientierung.

Die neue Super-Deluxe-Edition von „Wheels Of Fire“ enthält die Referenzbänder des Produzenten und Multi-Instrumentalisten Felix Pappalardi, die als für immer verloren galten, und bietet einen einzigartigen Einblick in die Entstehung der Studiotracks.

Mitte der 60er Jahre mieteten Felix Pappalardi und seine Frau Gail ein Kutscherhaus in der McDougal Alley im New Yorker Stadtteil Greenwich Village, gleich um die Ecke von dem Ort, an dem später die Electric Lady Studios entstehen sollten. Als das Paar Anfang der 70er Jahre aus diesen Räumlichkeiten auszog, hinterließen sie Hunderte von Tonbandspulen in einer Plastiktüte – ein Fundus, der glücklicherweise von der Frau gerettet wurde, die ihnen die Räumlichkeiten vermietet hatte. In dieser Tüte befanden sich Dutzende Tonbänder, darunter solche der Youngbloods, die Pappalardi produziert hatte, sowie wichtige Teile seiner Arbeit mit Cream. Ein erfahrener Sammler namens Kore Yoors hörte vor etwa zwei Jahrzehnten von den Cream-Bändern, erwarb sie und machte Larry Yelen darauf aufmerksam, den Produzenten des für den Grammy nominierten Albums „Eric Clapton: Life in 12 Bars“, einen herausragenden Clapton-Historiker und Archivproduzenten zahlreicher Musikdokumentationen. Zusammen mit dem Grammy-preisgekrönten Reissue-Produzenten Bill Levenson und dem britischen, für den Grammy nominierten A&R-Experten Johnny Chandler wurden Vorkehrungen getroffen, um die Bänder zu erwerben und sie anschließend für die Aufnahme in dieses Projekt zu übertragen, das seit Jahrzehnten in Arbeit ist.

Die ursprünglichen Studioaufnahmen mit Pappalardi begannen im Juli und August 1967 in den IBC Studios in London, Monate vor der Veröffentlichung von „Disraeli Gears“, und wurden in kurzen Abschnitten in den USA im September, Oktober und Dezember 1967 fortgesetzt, bis sie im Frühjahr 1968 abgeschlossen wurden. Die zweite CD des Albums enthielt drei Live-Aufnahmen aus dem Winterland Ballroom und eine aus dem Fillmore. Claptons zweites Solo aus dem Song „Crossroads“ wurde in mehreren Listen der „größten Gitarrensoli“ unter die Top 20 gwählt.

Auch wenn die Band noch ein weiteres Album veröffentlichte, das kurze „Goodbye“ von 1969, gilt „Wheels Of Fire“ als kreativer Höhepunkt der Band und inspiriert zusammen mit ihren früheren Alben auch heute noch neue Generationen von Musikern.

*Haeco-CSG wurde entwickelt, um Stereoaufnahmen zu erstellen, die auch mit Mono-Wiedergabegeräten vollständig kompatibel sind. Der unglückliche Nebeneffekt ist, dass das CSG-Verfahren das Stereobild „verwischt“. Durch den Einsatz verfügbarer Software zur digitalen Audiobearbeitung während des Masterings konnte dieser Haeco-CSG-Effekt rückgängig gemacht werden.

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Text: Pressemitteilung

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