BLINDZEILE – „Voliere“
David Pümpin macht Musik für Träumerinnen, Träumer sowie Albtraumgeplagte und steht für Texte, in denen beispielsweise entschlossen von Unsicherheit berichtet wird. Bei der Musik handelt es sich um Kellerpop – eine Melange aus Dream Pop, Electronica, Indie und Wave.
»Voliere« lädt dazu ein, an einer Reise teilzunehmen, die von einer persönlichen Vergangenheit in eine mögliche Zukunft und zurück in die Gegenwart führt.
FYNN FAIBLE – „Kein Plan“
FYNN FAIBLE macht Musik für alle, die gerade nicht wissen, wo’s hingeht und trotzdem weitergehen. Mit „Kein Plan“ öffnet der Leipziger Rapper eine Erinnerungskiste aus einer orientierungslosen Zeit Anfang zwanzig: ein Song als Trostpflaster, als Schulterklopfen, als leise Hymne aufs Loslassen und Treibenlassen. Für die Momente, in denen das Leben Fragen stellt, auf die man noch keine Antwort hat.
Kilian Knight – „AUF BEIDEN BEINEN“
Der Song erzählt von einer Beziehung, die nach außen perfekt wirkt, in Wirklichkeit jedoch von Druck, Streit und emotionaler Belastung geprägt ist. Während niemand von außen die Wahrheit erkennt, fühlt sich die erzählende Person zunehmend kontrolliert und innerlich zermürbt. Im Verlauf wird deutlich, wie sie daran zerbricht und sich immer weiter zurückzieht. Im Chorus zeigt sich schließlich ein Wendepunkt: Statt weiter zu kämpfen, entscheidet sie sich innerlich auszusteigen und die Stimme des Gegenübers nicht mehr an sich heranzulassen. Der Mond steht dabei als Symbol für Dunkelheit und das vollständige Aufgeben des eigenen Selbst. Am Ende bleibt das Gefühl, dass der Verlust erst bemerkt wird, als es bereits zu spät ist.
Wandermaler – „Aus den Fingerkuppen“
Die Band Wandermaler widmet sich in ihrem Stück „Aus den Fingerkuppen“ einer besonders beklemmenden Form der Weltentfremdung: Dem drängenden Gefühl, dass die irdische Realität zu klein, zu flach und vollkommen abweisend geworden ist. Es ist das tiefe, schmerzhafte Empfinden, in dieser Existenz irgendwie grundlegend falsch zu sein. Mitten in einer eiskalten Welt atmet man nur noch „dunkles Licht“ und erkennt die bittere Wahrheit: Man ist da draußen nicht erwartet worden.
Diese innere Zerrissenheit und die absolute Deplatziertheit spiegeln sich eindrucksvoll in der musikalischen Struktur des Werkes wider. Sich ständig ändernde Takte betonen das beklemmende Gefühl der Orientierungslosigkeit. Dissonante Klänge durchziehen das Stück und symbolisieren die Reibung und den unausweichlichen Konflikt mit einer Welt, die keinen Platz für einen bietet. Auch klanglich bricht die Band mit Konventionen: Die stark modulierten Sounds der Gitarren wurden bewusst nicht durch Verstärker gespielt, und der tiefe Frequenzbereich wird von einem Basssound getragen, der gar nicht von einem klassischen Bass stammt, sondern von einem echten Relikt der 60er Jahre. Über diesem unkonventionellen instrumentalen Fundament thront der Gesang, der mal ein lamentierendes Vogelgeschwader imitiert oder ein opernhaftes Wailing anstimmt – ein intensives und unüberhörbares Symbol für die verzweifelte Suche nach der eigenen Identität.
Text: Pressemitteilung
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