Nina Hagen – „Alle wollen in den Himmel“ – Neue Single out now. Neues Album HiGHWAY TO HEAVEN am 27.03.2026 bei Grönland Records!

Wer in den Himmel will, muss sich mit dem Tod auseinandersetzen. Oder eben auch nicht. Nina Hagen tut beides – gleichzeitig, laut und mit einem Augenzwinkern. Mit „Alle Wollen in Den Himmel“, dem einzigen deutschsprachigen Song auf ihrem für Ende März angekündigten 20. Studioalbum „HiGHWAY TO HEAVEN“, veröffentlicht sie die zweite Single und liefert einen Track, der Gospelgeschichte, Punk-Geist und existenzielle Fragen auf engstem Raum vereint.

Die Vorlage ist ein Southern-Gospel-Klassiker von Loretta Lynn: „Everybody wants to go to heaven, but nobody wants to die”. Nina Hagen hat den Song ins Deutsche übertragen – als einzigen Titel des englischsprachigen Albums. Sie erzählt: „Bei mir heißt es: Alle wollen in den Himmel, aber keiner hat Bock auf Tod“.

In der ersten Strophe begegnet man Bertolt Brecht. Kein Zufall. Brechts Denken, seine Bibellektüre und sein Ringen mit Glauben und Vergänglichkeit begleiten Nina Hagen seit ihrer Jugend. In ihrem Text lässt sie Brecht mit Gott selbst ins Gespräch treten – über Lebenslust, Todesangst und das Weitergehen. „Ich habe dem Bertolt Brecht eine ganze Strophe gewidmet“, erklärt Nina. „Er glaubte an das Wort Gottes sein Leben lang – aber mit dem Tod, das war ihm nicht recht.“ Gott antwortet in Ninas Version nicht strafend, sondern gelassen: „Hab keine Bange, schau immer nach vorn.“ Ein göttlicher Zuspruch, der ebenso politisch wie persönlich gelesen werden kann.

Musikalisch bleibt der Song fest im Gospel verwurzelt, wird aber von Nina Hagens Punk-Energie, Humor und Unangepasstheit aufgebrochen. Call-and-Response, treibender Groove, spirituelle Wucht – und eine Stimme, die sich nie fügt. Die zweite Strophe, so viel sei verraten, widmet sich Jesus und seinem Leben auf Erden. Mehr Details dazu gibt es nicht. Oder, wie Nina sagt: „Um das zu hören, müsst ihr die Platte hören.“

„Alle Wollen in Den Himmel“ ist kein frommer Trostspender, sondern ein Song über Widersprüche: Sehnsucht und Angst, Glauben und Zweifel, Himmel und Körper. Genau dort fühlt sich Nina Hagen seit jeher am wohlsten.

Aber noch einmal von vorne: NINA HAGEN ist zurück – und mit ihr ein Gospel-Feuerwerk, das man nicht überhören kann. Fünfzehn Jahre nach ihrem Kultalbum “Personal Jesus“ widmet sich die Ikone des Punks erneut ihrer großen Leidenschaft: dem Gospel. Mit „HiGHWAY TO HEAVEN“, ihrem 20. Studioalbum, präsentiert sie ein Werk, das weniger Rückkehr als vielmehr ein kraftvoller, eigenständiger und kompromissloser Aufbruch ist: 100% Nina.

„Die Songs fliegen uns zu“, erzählt Nina Hagen. Und tatsächlich wirken die 14 ausgewählten Stücke wie für sie bestimmt. Sie greift tief in die Schatzkammer des Gospels und konzentriert sich auf jene Stimmen, die sie seit Jahrzehnten begleiten: Sister Rosetta Tharpe, die Wegbereiterin des Rock’n’Rolls; Mahalia Jackson, deren Ausdruckskraft bis heute Maßstäbe setzt; und die großen Klassiker des Southern Gospel, die Nina durch ihre Interpretation in ein neues Licht rückt. Der Titelsong „There’s A Highway To Heaven“ – nicht als Anspielung auf AC/DC, sondern als klare Verneigung vor Sister Rosetta – wird zu einem persönlichen Höhepunkt, neu interpretiert mit ihrer langjährigen Freundin Gitte Hænning, die Nina schon seit den 70er Jahren inspiriert.

Dier erste Auskopplung aus dem Werk ist „Somebody Prayed For Me“, im Original gesungen von Dorothy Norwood, ein Stück, bei dem Nina ihren Punkhintergrund aufleuchten lässt, direkt, ehrlich und voller Energie.

Auch Nana Mouskouri ist auf diesem Album eine besondere künstlerische Partnerin. Gemeinsam interpretieren die beiden „Never Grow Old“, einen Song, der schon Johnny Cash und Aretha Franklin bewegte. Nina gibt diesem Klassiker eine neue Farbe – und genau das zieht sich durch das gesamte Album. „Never Grow Old“ erhält Americana-Töne, „Dust on the Bible“ wiederum bekommt eine warme Reggae-Note.

Als weiterer besonderer Gast ist Blues- und Rock-Sänger sowie Songwriter Daniel Welbat vertreten, mit dem Nina Hagen die kraftvoll-bluesige Gospel-Hymne „Hand It Over“ singt.

Text: Pressemitteilung

Erzählt von uns: Facebooktwitterby feather