The great Pretender!

 

Chrissie Hynde – Vale Bone Woe

Zugegeben ein Heuchlerin war die Sängerin nie. Mit ihrer Band Pretenders schuf sie Nummern wie Back on the chain gang, Brass in Pocket, Hymn to her und natürlich auch Don´t get me wrong aus dem Jahre 1984. Aber Frau Hynde kann auch anders, wie sie auf dem neuen Allbum Valve Bone Woe beweist. Hier verneigt sie sich vor dem Jazz. Aber nicht in dem sie ihn ehrfurchtsvoll nachsingt, sondern Hynde gönnt sich auch einige Interpretationen. Egal ob in Nummern von Charles Mingus (Meditation on a pair of wire cutters) oder John Coltrane (Naima), sie schafft es aus den Jazz-Standards, einen eigenen Song zu formen und ihre markante Stimme, die man je überall raushört, ist dabei wie die Palette für einen Maler.

Aber nicht nur Jazz, sondern auch Nummern wie der Beach Boys Klassiker Caroline, No oder Riverman von Nick Drake, werden von Hynde und ihrem The Valve Bone Woe Ensemble als Jazz-Nummer angelegt.

Mit einigen Elektro Gimmicks wie etwa am Ende von Absent minded me, einst gesungen von Barbra Streisand, schafft es die Pretenders Frontfrau, dass ihr in den Air Studios in London aufgenommenes Album, topmodern klingt.

Ein hochspannendes und unerwartetes Album und schön, dass es solche positiven Überraschungen noch gibt.

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Text: Dennis Kresse

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