Kalifornische Gegensätze

The White Buffalo – Darkest Darks Lightest Lights

VÖ: 13.10.2017

One, two – one, two, three – fast schon klischeehaft zählt der Kalifornier Jake Smith, der besser bekannt ist als The White Buffalo, sein sechstes Studioalbum Darkest Darks Lightest Lights ein. Klischeehaft würde auch den Blues-Folk-Rock-Americana-Sound beschreiben – aber das birgt zu viele negative Assoziationen.

Denn negativ ist Darkest Darks Lightest Lights definitiv nicht. Smith tariert seinen Sound irgendwo zwischen Legenden wie Springsteen und modernen Folkrockern wie Mumford And Sons ein. Smith orientiert sich dabei musikalisch ohne Einflussquellen zu kopieren. Jedem der 10 Songs verleiht er einen eigenen Charakter – mal durch die musikalische Ausrichtung, mal durch seine durchdringende markant-kräftige Stimme.

So kontraststark wie der Albumtitel, sind auch die Songs. Von treibenden Rocksongs, wie dem Opener Hide And Seek, bis zu musikalisch sehr reduziertem Singer-Songwriter-Sounds in If I Cost My Eyes bietet das Album vieles von dem was man als Musikfan sucht. In diesem Rahmen bewegt sich Smith mal distanzierend, mal mitreißend durch diverse Musikstile. Bluesrock, Folkrock, kraftvolle Road-Songs wie Border Town / Bury me in Baja und viele andere Elemente vereint The White Buffalo zu einem runden Album.

Alle Elemente – so gegensätzlich sie erscheinen mögen – bringt der Kalifornier auf seinem neuen Werk harmonisch und sinnvoll zusammen. All die musikalischen Gegensätze bedingen sich gegenseitig und die ruhigen Songs verstärken den Drive der Up-Speed, genau wie umgekehrt die vorwärts gehenden Rock-Songs die gebremste Ruhe der Songwriter-Songs noch stärker wirken lassen. Eben genau wie es eben Darkest Darks benötigt um Lightest Lights zu erkennen.

Im Frühjahr 2018 kommt The White Buffalo für drei Shows nach Deutschland:

23.04.2018 – Köln, Gloria
24.04.2018 – Hamburg, Uebel & Gefährlich
25.04.2018 – Berlin, Huxleys Neue Welt

Text: René Kirschbaum

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