Das Rad des Gitarrenrocks nicht neu erfunden – Warum auch?

Einer der größten Gitarristen unserer Zeit trägt schwarze Lockenpracht und Zylinder. Kein Zweifel: Die Rede ist von Slash, der in erster Linie natürlich als Gitarrist von Guns’n’Roses bekannt wurde und in dieser Funktion in diesem Jahr noch mit Axl Rose und Co. auf Tour war.

Aber auch als Solokünstler hat Slash in den letzten Jahren einiges produziert und veröffentlicht. Wobei Solokünstler gar nicht so ganz richtig, denn für den Lead-Gesang hatte sich Slash anfangs verschiedene Partner an Bord geholt. Aus diesen Kooperationionen ist Myles Kennedy – Sänger von Alter Bridge – irgendwann als dauerhafter Sänger für die Slash Soloalben geblieben.

In dieser Konstellation als Slash ft. Myles Kennedy and the Conspirators präsentieren sie jetzt ihr drittes gemeinsames Album Living The Dream. Und vor allem Slash lebt damit musikalisch seinen persönlichen Traum weiter. An der Notation des Bandnamens kann der Fan auch schon ablesen, in welche Richtung die musikalische Reise geht. Slashs rockige Gitarrenriffs dominieren die zwölf Songs und geben klar die Richtung vor. Aber auch Kennedy und die musikalischen Konspiratoren der begleitenden Band bekommen Raum ihr Können und ihre musikalischen Qualitäten in den Songs zur Geltung zu bringen und damit auch die Qualität des Albums positiv mit zu beeinflussen.

Natürlich erfinden die Musiker das Rad des Gitarrenrocks mit Living The Dream nicht neu. Aber warum auch? Dieses Rad läuft richtig rund – auch oder gerade weil es zwischendurch mal ordentlich brummt und schäppert. Slash bleibt seiner musikalischen Linie weiterhin treu und verleiht seiner Musik damit Authentizität und einen hohen Wiedererkennungswert und schafft es aber gleichzeitig – auch durch Myles Kennedy Gesangsparts – es von Guns’n’Roses-Songs abzugrenzen.

Living The Dream macht Spaß und liefert den perfekten Festival-Rocksound für den kommenden Sommer. Vielleicht finden Slash, Myles Kennedy und The Conspirators ja im Sommer 2019 den Weg zum Ring, zum Hurricane oder zu einem anderen Festival in der Republik. In Hamburg und Berlin kann man die Gitarrenlegende Anfang März live on stage bewundern.

Text: René Kirschbaum

Foto: Gene Kirkland

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