Dänen lügen nicht!

 

Agnes Obel – Myopia

Das wusste schon Otto Waalkes und wer sich mit den Klängen der Dänin Agnes Obel eingehend beschäftigt, der entdeckt echte Perlen der modernen Musik. Myopia so der Titel des neuen Werks entstand in aller Abgeschiedenheit in die sich Obel zurückgezogen hat. Überraschenderweise in ein Studio in Berlin, was aber der Intimität des neuen Albums nicht geschadet hat. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Grammophon entstanden Stücke, die eher als großes Gesamtwerk gewertet werden müssen. Eine Eigenschaft, die in den Zeiten der Wegwerfmusik, gar nicht genug gelobt werden kann.

Etwa im Stück Parliament of Owls, bei dem man sich zweieinhalb Minuten am liebsten die Luft anhalten möchte um die fragilen Klänge nicht zu stören. Broken Sleep stellt die Stimme von Agnes Obel in den Vordergrund und diese ist so zerbrechlich und doch sehr stark.

Musikalisch spartanisch arrangiert, mit Gesang, Streichern, Klavier, Celesta, einer Art Harmonium sowie dem Luthéal-Klavier spürt man, dass Agnes Obel sowohl die musikalische Umsetzung als auch die Texte sehr wichtig sind.

Eines wird beim Anhören des neuen Agnes Obel Albums schnell klar, eine Kurzsichtigkeit (Myopia) ist hier nicht gegeben eher ein mystisch angehauchter Weitblick, den man sich auch live anhören sollte.


Live-Dates:

29.02. Köln, Carlswerk Victoria
01.03. Mannheim, Capitol
02.03. Hamburg, Laeiszhalle
04.03. Wien, Arena
05.03. Zürich, Samsung Hall
16.03. Berlin, Admiralspalast
17.04. München, St Matthäus Kirche

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Text: Dennis Kresse

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