BRETT präsentieren ihr erstes Album

BRETT – Wutkitsch

VÖ: 23.02.2018

Ein schöner Tag, schade, dass Krieg ist. Markige Worte, die die Deutschrocker von BRETT zur Eröffnung ihres Debütalbums Wutkitsch rausjagen. Zumindest die Texte scheitern im Anschluss leider dann doch meist an dieser selbst hoch aufgelegten Latte. Hier bleibt es in der Folge dann zu oft eher bei Kitsch, als dass Wut zum Ausdruck kommt.
Aber damit ist das negative zu dem Album auch schon erwähnt, denn wenn man sich von den Texten löst, entdeckt man ein musikalisch vielschichtiges und den Werdegang der jungen in Hamburg ansässigen Band vielversprechendes Werk.

BRETT mischen modernen Rocksound mit Passagen, die ich mit frühen Songs von Selig  assoziiere oder die an den Sound der Beatsteaks bei beispielsweise Frieda und die Bomben erinnern. Diese Elemente vereinen Max Reckleben, Stefan Schulten, Felix Stackfleth und Laurenz Gust geschickt zu einem eigenen Rocksound, der auch Potential hat live das Publikum mitzureißen, auch wenn es bei mir ein, zwei Durchläufe von Wutkitsch gebracht, bis diese neue Platte und ich musikalische Freundschaft geschlossen hatten.

Aber als es dann mal soweit war, haben Songs wie Dein Autotune, dem BRETT noch eine Portion Funk hinzugefügt haben, Kollisionen von Millionen oder eben der starke Opener einen markanten Wiedererkennungswert entwickelt. Und da stört es dann auch überhaupt nicht mehr, dass die Texte nicht ganz das wahr machen, was die erste Hookline versprach.  Wer also für seine Plattensammlung oder seine Playlists eine Deutschrockalternative sucht, dem seien BRETT und ihr Erstlingswerk Wutkitsch wärmstens empfohlen.

Von den Livequalitäten der Band kann man sich demnächst ein Bild machen wenn BRETT auf Headline-Tour gehen. Und wer keine Zeit hat eines der Konzerte zu besuchen, kann sich immerhin die Live-Sessions anschauen, die BRETT bei youtube online gestellt haben.

Tourtermine:

23.03.2018 – Berlin, Musik und Frieden (Blaues Zimmer)
24.03.2018 – Hamburg, Hafenklang
25.03.2018 – Köln, Jungle
26.03.2018 – München, Backstage (Club)
27.03.2018 – Stuttgart, ClubCANN

Text: René Kirschbaum

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