Alles hat seine Zeit

Manic Street Preachers – Everything must go 20

Es gibt Alben, die sind so allgegenwärtig, dass man vergisst, wie viele Jahre sie schon auf dem Buckel haben. Beispiele gibt’s einige, Egal ob Bruce Springsteen, der gerade mit seinem Album The River aus dem Jahre 1980 tourt oder Fish, der jüngst das Marillion Album Misplaced Childhood an dessen 30. Geburtstag feierte. Da ist es nur Recht und billig, dass auch die Manic Street Preachers es den Genannten gleich tun und ein prägendes Album, dass vor beinahe genau 20 Jahren, am 20. Mai 1996 veröffentlicht wurde, neu auflegen. Everything must go, das vierte Album der Waliser und das erste, das nach dem immer noch nicht aufgeklärten Verschwinden des Gründers Richey James Edwards, war natürlich ein Einschnitt für die Manic Street Preachers, die sich Mitte der 1990er Jahre zwischen Auflösung und Weitermachen, genau für die richtige Sache entscheiden konnten.

Man ist begeistert, wie viele Klassiker dieses Album enthält. Die vier Singles A Design For Life, Everything Must Go, Kevin Carter und Australia sorgten dafür, dass sich Everything must go in England mit 3-fach Platin ausgezeichnet wurde und bis heute zu den prägendsten Alben der Waliser zählt.

Abgerundet wird diese Geburtstagsbox durch ein hörenswertes und bislang unveröffentlichtes Konzert vom Konzert des 24. Mai 1997 aus der Nynex Arena in Manchester, wo das Trio neben Songs aus Everything must go, auch Klassiker wie Roses in the Hospital oder Motorcycle Emptiness zum Besten gibt und dadurch eine der besten Scheiben der 1990er Jahre noch aufwerten kann.

MSP

Text: Dennis Kresse

 

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