10 Fragen an Jules Ahoi!

Am 12.Juni erschien Dear ____ von Jules Ahoi, Wir haben mit dem Singer/Songwriter, der sein Herz dem Surfen und dem Surfsound verschrieben hat, über die Entstehung des Albums, über seine Erwartungen und über witzige Erlebnisse auf Tour gesprochen.

Soundchecker.Koeln: Wie würdest Du den Erschaffensprozess deines Albums charakterisieren?

Jules Ahoi: Es ist eine Momentaufnahme. Eine Zeitkapsel die mit den Gedanken und Momenten der letzten 2, 3 Jahre gefüllt ist. Ich schreibe immer, jeden Tag Musik, doch die Arbeit an diesem Album war anders. Intensiver und irgendwie auch Ziel-orientierter – wir haben relativ schnell einen Sound und eine Vision gehabt wie das ganze klingen könnte – von da an mussten wir eigentlich nur noch die ganzen Ideen in Formen bringen.

Das Album heißt „Dear ____“. Welche Idee steckt hinter dem Namen?

Die Idee des universellen Adressaten. Für mich gibt es eine Menge Namen oder Gefühle, die ich auf diesen Unterstrich schreiben könnte, um dieses Album mit einer Widmung zu versehen – habe ich aber ganz bewusst nicht gemacht um die Interpretation dem Hörer zu überlassen. Am Ende steht immer die Aufforderung selbst zu entscheiden an wen oder was man denkt.

Wie ist deine Erwartungshaltung mit dem Album?

Wenn ich eines in den letzten Jahren gelernt habe, dann absolut keine Erwartungen zu haben. Am Ende wird eh alles über den Haufen geschmissen. Nein, aber mal ehrlich – Ich bin so froh und dankbar das große Glück zu haben mein Leben mit Musik bestreiten zu können. Deswegen bin ich 100%ig zufrieden wenns noch ein bisschen so weiter gehen könnte.

Wie kann man generell sagen, entsteht ein typischer Song von Dir, von der Inspiration bis hin zum fertigen Song?

Wie du schon sagst, am Anfang steht die Inspiration. Ohne Gefühle, keine Musik. Oft sitze ich einfach nur da und klimper vor mich hin oder denke laut nach und ab und zu bleib ich an irgendetwas hängen – sei es ein Gedanke oder eine Melodie. Wenn beides zusammen kommt, also Gedanke und Melodie, ist der Song quasi fertig.

Warum sollte man Dich unbedingt live anschauen?

Weils Spaß macht, ich eine wahnsinnig, talentierte Band habe und wir es lieben auf der Bühne zu stehen. Es passieren auch oft ungeplante Dinge, zb. hat Micha mal in Erfurt das halbe Schlagzeug umgeschmissen, weil er sich mit seinem Gitarrenkabel in den Becken verheddert hat. Frag mich nicht wie das da hingekommen ist. Als ich jedenfalls auf Michas Einsatz gewartet habe und dieser nicht kam, habe ich mich umgedreht und sah ihn mitten im Song auf dem Drumpodest stehen mit einem Becken in der Hand – without words. Ich musste mich so kaputt lachen, dass wir den Song abbrechen mussten und inklusive Publikum einen 10-minütigen Lachflash hatten.

Welche drei Dinge sollten Deiner Erfahrung nach auf keinem Fall im Tourgepäck fehlen?

Boah, 9-Volt Blocks, Eddings, Gaffatape

Welches Lied hättest Du gerne selbst geschrieben und warum?

Hab ich mir noch niemals Gedanken drüber gemacht.. Keine Ahnung, vielleicht Jingle Bells, dann müsste ich mir wahrscheinlich jetzt in der Corona Krise keine Sorgen darüber machen wie ich meine Miete weiterhin zahlen soll.

Mit wem würdest Du gerne mal zusammen ein Stück aufnehmen?

Kurzfristig gesehen, würde ich gerne mal wieder mit meinem Kumpel L’aupaire arbeiten, wir haben da auch noch ein paar schöne Sachen auf der hohen Kante liegen die evtl. irgendwann mal droppen wenn die Zeit reif ist.

Wo siehst Du dich und Deine Musik in 10 Jahren?

Sorry. Eine für mich unmöglich zu beantwortende Frage. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal wo ich mich morgen sehe und wenn mich heute Abend ein Bus überfahren sollte, dann war die Vision eh für die Katz. Nein, ich lebe heute, jetzt. Alles andere wird die Zeit schon früh genug zeigen.

Vervollständige bitte den folgenden Satz: Musik ist für mich die Welt, weil …

..meine Welt aus Musik besteht

Vielen Dank für das Gespräch.

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Text: Dennis Kresse

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